(LS) - Zwei Tage nach dem dritten Platz beim Weltcup-Durchgang in Miami (USA) klassierte sich Marie Muller am gleichen Ort bei den nicht für die Weltrangliste zählenden US Open als Zweite. Das Niveau war das gleiche wie beim Weltcup, alle Athletinnen, die am Freitag angetreten waren, hatten auch für die US Open gemeldet.
Nach drei vorzeitigen Siegen gegen Judokas aus den USA traf Muller im Finale auf die Weltcupsiegerin aus Miami, Rodriguez aus den USA. Und wurde hier, laut Trainer Ralf Heiler, „um Gold betrogen.“ Obschon sie im Finale die aktivere Kämpferin war, wurden ihrer Gegnerin fälschlicherweise gleich zweimal Wertungen für einen „Bauchklatscher“ zugesprochen. Ohne dass im Gegenzug die passive Haltung von Rodriguez geahndet worden wäre. Standen beim Weltcup noch drei Nicht-Amerikanerinnen unter den besten Vier, so war Muller zwei Tage später die einzige.
„Für uns hat sich die Teilnahme dennoch gelohnt, da Marie deutlich mehr von dem umsetzen konnte, was wir im Vorfeld im Training geübt hatten. Außerdem war das Verhalten der Kampfrichter aus Trainingssicht nicht schlecht, da Marie gezwungen war, jedes Mal die Kämpfe von Anfang bis Ende zu bestimmen und ein enorm hohes Tempo zu gehen. Für Marie tut es mir Leid, da sie Gold verdient gehabt hätte. So eine Niederlage ist schwer zu verkraften“, bedauerte Heiler.