28.08.2010 11:45 Uhr




Basketball
WM mit vielen Favoriten und wenig Stars
Mit B-Team wollen die USA ersten WM-Titel seit 16 Jahren

Foto: AP
Spanien und die USA (hier ein Freundschaftsspiel vor einer Woche) reißen sich um den Titel.

(dpa). - Kein Kobe Bryant, kein Pau Gasol und auch kein Dirk Nowitzki: Die Basketball-Weltmeisterschaft in der Türkei wird von vielen Experten als Übergangs-Turnier belächelt. Zahlreiche NBA-Stars gönnen sich eine Pause, erst im kommenden Sommer, wenn in den einzelnen Konföderationen die Tickets für die Olympischen Spiele in London 2012 vergeben werden, wollen sie in ihre jeweiligen Nationalteams zurückkehren. „Anders als im Fußball gibt es bei uns eben ein olympisches Turnier für die Profis“, zeigt der deutsche Bundestrainer Dirk Bauermann Verständnis für die Absagenflut.

USA warten seit 16 Jahren auf den Titel

Dennoch tummeln sich in der Türkei noch unzählige Superstars oder Spieler, die sich auf dem Weg dorthin befinden. Bauermann spricht deshalb weiter von einem„ sensationell guten Event“. Spanien, Griechenland, Argentinien, die Türkei und die USA - die Zahl der Favoriten auf den WM-Titel ist größer denn je.

Besonders motiviert starten die Amerikaner in das Turnier. 16 Jahre ist es her, dass die vermeintlich besten Basketballer der Welt letztmals den WM-Titel in die USA geholt haben. Und auch wenn kein einziger Spieler aus jenem Team, das vor zwei Jahren bei den Olympischen Spielen in Peking mit Lebron James, Kobe Bryant und Dwyane Wade Gold gewann, in der Türkei dabei ist, trotzen die NBA-Stars vor Selbstvertrauen.

Angst vor Titelverteidiger Spanien

„Viele halten uns für ein B-Team, doch genau das haben wir den Jungs gesagt“, setzt US-Basketball-Direktor Jerry Colangelo auf die Ehre seiner Mannschaft, in der Kevin Durant von den Oklahoma City Thunder der Superstar ist. Bei ihrer Generalprobe setzten die US-Boys ein deutliches Ausrufezeichen und deklassierten Titelkonkurrent Griechenland in Athen mit 87:59.

Fürchten muss das Team von Trainerfuchs Mike Krzyzewski vor allem Titelverteidiger Spanien. Zwar fehlt auch den Iberern mit Pau Gasol vom NBA-Meister Los Angeles Lakers der Anführer, der Kader von Trainer Sergio Scariolo ließt sich dennoch wie ein Who-Is-Who des europäischen Basketballs. Ricky Rubio, Marc Gasol und Rudy Fernandez wollen nach dem EM-Pokal auch die James-Naismith-Trophäe nach Spanien holen. Verhindern wollen dies neben den USA die starken Griechen, Argentinien als Olympiasieger von 2004 sowie Gastgeber Türkei.

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