Mandy Minella hat es geschafft: Nach drei Siegen in der Qualifikation steht sie erstmals in der Hauptrunde der US Open in Flushing Meadows. Souverän setzte sich die Luxemburgerin (WTA 186) in der Nacht auf Samstag gegen die 20-jährige Russin Arina Rodionova durch. In zwei Sätzen gewann die FLT-Akteurin mit 7:5 und 7:6 gegen die Weltrangliste 191.
Damit steht die 24-Jährige Escherin zum ersten Mal in ihrem Leben in der Hauptrunde eines Grand-Slam-Turniers. Zweimal ging die Spielerin des TC Spora bislang in New York, genauer gesagt in Flushing Meadows, an den Start der Qualifikation. Doch sowohl 2007 und 2009 scheiterte sie jeweils zum Auftakt. Von diesen beiden Negativ-Erlebnissen präsentierte sich Minella aber bislang völlig unbeeindruckt.
In der ersten Runde schaltete sie Shenay Perry (USA/114) in drei Sätzen aus, am Donnerstag (Ortszeit) ließ sie sich in der zweiten Runde auch nicht von der Französin Claire de Gubernatis (223) aufhalten. Nach 1.15' verließ Minella nach einem souveränen 6:3, 6:2-Sieg den Court 16. Genau wie auch gegen Perry zeigte sich die Luxemburgerin sehr effizient beim Nutzen ihrer Breakchancen.
Kremer konnte es ihrer Landsfrau nicht ganz nachmachen. Die routinierte 34-Jährige traf am Freitagabend (Luxemburger Zeit) auf Court 6 auf die Ukrainerin Tetiana Luzhanska (342) und zeigte sich von Beginn an als die kraft- und druckvollere. Mit einem Break startete die Spielerin des TC Bonneweg nämlich in die Partie und hielt diesen Vorsprung bis zum Stand von 4:3. Dann musste Kremer kämpfen; das Spiel ging mehrmals über Einstand. Kremer blieb allerdings cool, ging mit 5:3 in Führung und sicherte sich den ersten Durchgang letztendlich mit 6:3. Im zweiten Satz dann umgekehrte Verhältnisse: Luzhanska schaffte gleich zwei Breaks und sicherte sich den Durchgang mit 6:2.
Die Entscheidung fiel demnach im Entscheidungssatz und die 25-jährige Ukrainerin kannte den besseren Start. Bis auf 5:3 setzte sie sich ab, doch Kremer kämpfte zurück und glich bei 6:6 aus. Im Tiebreak sorgte Luzhanska dann schnell für klare Verhältnisse. Über 4:0 schloss sie wenig später zum 7:2 im Tiebreak ab.