(pg) - Kaderathleten gegen den Nationaltrainer, Nationaltrainer gegen den Vorstand und den Präsidenten, Eltern, denen das Vertrauen in die offiziellen Strukturen des Luxemburger Verbandes (FLTri) weitgehend abhanden gekommen ist, bei der FLTri scheint derzeit jeder gegen jeden zu kämpfen.
Der Zoff ist nicht neu, hat aber am Wochenende gewissermaßen eine neue Qualität erreicht, nachdem öffentlich wurde, Nationaltrainer Steffen Grosse hätte im ostdeutschen Thüringen beim dortigen Landesverband der Leichtathletik, also nicht dem Triathlon, als neuer Sportdirektor angeheuert. Grosse, der am Sonntag in Weiswampach präsent war, dementierte umgehend, er stehe noch immer bei der FLTri unter Kontrakt und wolle diesen auch honorieren, es sei denn, es ergäben sich neue Gegebenheiten. Worin diese bestehen könnten, darüber wollte sich Grosse (noch) nicht äußern.
Nachdem Co-Trainer Laurent Baraquin seinerseits seinen Kontrakt gekündigt hat, ist die Situation also eher unübersichtlich. Grosse fährt scharfes Geschütz auf, über die FLTri, also seinen Arbeitgeber, äußert er, „dass das FLTri-Präsidium zu einem Elternverein mutiert ist, wo nur noch die Selbstverwirklichung der Eltern mit Instrumentalisierung ihrer Kinder, die einen Großteil des Nachwuchskaders darstellen, das Hauptmotiv des Verbandes zu sein scheint.“ Nächste Etappe bei diesem Trauerspiel: Am Montag trifft sich der FLTri-Vorstand zu einer Sitzung.