23.08.2010 08:02 Uhr




Beim Luxemburger Triathlonverband
Jeder gegen jeden
Tritt Nationaltrainer Steffen Grosse zurück?

Foto: Claude Ries
Nationaltrainer Steffen Grosse kritisierte den Triathlonverband scharf.

(pg) - Kaderathleten gegen den Nationaltrainer, Nationaltrainer gegen den Vorstand und den Präsidenten, Eltern, denen das Vertrauen in die offiziellen Strukturen des Luxemburger Verbandes (FLTri) weitgehend abhanden gekommen ist, bei der FLTri scheint derzeit jeder gegen jeden zu kämpfen.

Der Zoff ist nicht neu, hat aber am Wochenende gewissermaßen eine neue Qualität erreicht, nachdem öffentlich wurde, Nationaltrainer Steffen Grosse hätte im ostdeutschen Thüringen beim dortigen Landesverband der Leichtathletik, also nicht dem Triathlon, als neuer Sportdirektor angeheuert. Grosse, der am Sonntag in Weiswampach präsent war, dementierte umgehend, er stehe noch immer bei der FLTri unter Kontrakt und wolle diesen auch honorieren, es sei denn, es ergäben sich neue Gegebenheiten. Worin diese bestehen könnten, darüber wollte sich Grosse (noch) nicht äußern.

Nachdem Co-Trainer Laurent Baraquin seinerseits seinen Kontrakt gekündigt hat, ist die Situation also eher unübersichtlich. Grosse fährt scharfes Geschütz auf, über die FLTri, also seinen Arbeitgeber, äußert er, „dass das FLTri-Präsidium zu einem Elternverein mutiert ist, wo nur noch die Selbstverwirklichung der Eltern mit Instrumentalisierung ihrer Kinder, die einen Großteil des Nachwuchskaders darstellen, das Hauptmotiv des Verbandes zu sein scheint.“ Nächste Etappe bei diesem Trauerspiel: Am Montag trifft sich der FLTri-Vorstand zu einer Sitzung.

Ihre Meinung zum Thema

( 1 )
  • Fabrice Scholtes meint:
    01.09.2010, 22:28 Uhr
    STEFFEN GROSSE : elo géht et awer duer.

    Am Tag des Weiswampacher Triathlons fuhr ich mit meiner Frau Richtung Wemperhardt.

    Nach dem Kreisverkehr von Friedhof schloss ein Skoda Break hinter uns, mit einer Geschwindigkeit die Deutsche mit « wie eine gesängte Sau » bezeichnen, auf.

    Der Fahrer war sichtlich nervös.

    Nach einem « normalen » Überholungsmanöver uns gegenüber, fuhr das Auto vor uns aber hinter 5 anderen Fahrzeugen mit einem Traktor an der Spitze.

    Auf dem Kofferdeckel konnten wir die Aufkleber einer luxemburger Geschäftskette lesen und die Internetseite der Triathlon Fédération.

    Dann hat der Fahrer rücksichtslos, in einer unübersichtlichen Kurve, über einen doppelten durchgezogenen Strich, sämtliche vor-ihm-fahrende Autos, inklusive Traktor überholt.

    Wir waren massloss entsetzt und fassungslos und heil froh, dass kein Fahrzeug, glücklicherweise, in entgegengesetzter Richtung kam. Wir alle kennen zur Genüge Unfälle auf dieser Strecke.

    Ich habe eine Mail an die Fédération geschickt und über das Fahrverhalten des Fahrers berichtet.

    Mir wurde unterbreitet dass hinter dem Steuer des Skoda Break Herr Steffen Grosse sass und dass sich die Fédération für sein unüberlegtes Fahren entschuldige.

    Meine Meinung hierzu ist, dass ein Trainer mit so wenig Eigen-Disziplin auch keine Disziplin an andere, sprich Jugendliche, weiterleiten vermag.

    Nun höre ich seit Tagen, sprich Wochen, von diesem Mann in der Presse. Seine Grossmäuligkeit hat mich zu diesem Schreiben bewegt.

    Dieser Mann soll nach Hause.

    F. Scholtes