(jw) - Vor der Rekordkulisse von fast 60.000 Menschen (laut Angaben der Veranstalter) hat Andy Schleck am Donnerstagabend die 14. Ausgabe der Gala Tour de France in Luxemburg-Stadt gewonnen. Er setzte sich deutlich vor dem Belgier Philippe Gilbert und dem Iren Nicolas Roche durch.
Der Jubel im Start- und Zielbereich am “Rousegärtchen” kannte keine Grenzen, als Andy Schleck gegen 21.50 Uhr über die Ziellinie fuhr. Für Andy Schleck war es der zweite Sieg bei dem Kriterium nach 2008. “Es ist überwältigend, dass so viele Menschen gekommen sind. Ich hätte mir keine schönere Rückkehr von der Tour de France vorstellen können. Dafür möchte ich mich bei meinen Fans bedanken”, sagte Andy Schleck bei der Siegerehrung.
Mit einer Stunde Verspätung war das Rennen erst gegen 20.30 Uhr gestartet. Vorher hatte der veranstaltende ACC Contern die Fahrer zusammen mit Models auf einem Laufsteg präsentiert.
Am Anfang des Rennens hatten sich Jakob Fuglsang und der Belgier Philippe Gilbert zeitweise vom Feld abgesetzt. In der 22. von 35 Runden lag das Peleton aber wieder zusammen. Alle fünf Runden gab es eine Sprintwertung. Immer wieder zeigten sich Luxemburger Fahrer, allen voran Laurent Didier, Ben Gastauer und Christian Poos, an der Spitze.
Fränk und Andy Schleck hatten sich auf dem einfach zu fahrenden, 1,9 Kilometer langen Kurs eher zurückgehalten, blieben aber immer im vorderen Feld. Etwa zehn Runden vor Schluss setzten sich einige Fahrer ab, darunter Fränk und Andy Schleck sowie Nicolas Roche. Das Tempo wurde schneller. Nach seinem dreifachen Schlüsselbeinbruch machte Fränk Schleck einen starken Eindruck.
Drei Runden vor Schluss stieg die Spannung, eine Gruppe von 14 Fahrern fuhr nach vorne, unter ihnen alle Favoriten sowie die Luxemburger Ben Gastauer, Laurent Didier und natürlich Fränk und Andy Schleck. Zwei Runden vor Schluss zog Andy Schleck an und fuhr in beeindruckender Manier Manier den Sieg nach Hause. Den Sprint um den zweiten Platz gewann der Belgier Philippe Gilbert vor Nicolas Roche, dem Sohn des legendären Stephen Roche.
Den Preis als angriffslustigster Fahrer gewann Ben Gastauer, die Sprintwertung ging an den Italiener Allesandro Ballan. Laurent Didier wurde bester Luxemburger.