26.07.2010 08:16 Uhr




Finale der ITF-Roller-Open
Johansson mit Konsequenz zum Sieg
Müde wirkende Niculescu chancenlos / Französin siegt in zwei Sätzen

Foto: Fabrizio Munisso
Mathilde Johansson ließ sich nicht überraschen.

von Liz Engel

Wenn unter der Woche wegen des Regens nur wenige Zuschauer den Weg nach Petingen gefunden hatten, so war das Finale am Sonntag gut besucht. Auch vom Regen blieb man diesmal verschont und nach gut 75' stand die Gewinnerin der elften ITF-Roller-Open fest.

Mathilde Johansson (F/WTA 225) war zum zweiten Mal nach 2008 in Petingen siegreich. Im Finale setzte sich die Französin mit 6:3, 6:3 gegen Monica Niculescu (3/115) aus Rumänien durch.

Bei den bislang zwei Aufeinandertreffen in den vergangenen Jahren hatte jede Spielerin jeweils einen Sieg verbuchen können. Eine ausgeglichene Partie wurde demnach erwartet, doch die Französin zögerte nicht lange und übte sofort gehörig Druck auf Niculescu aus. Wie in den vergangenen Spielen des Turniers ließ sie ihrer Gegnerin keine Chance, richtig ins Spiel hinein zu finden. Die an Nummer drei gesetzte Rumänin zeigte jedoch, dass sie den Sprung ins Finale zu Recht geschafft hatte und hielt zu Beginn des ersten Satzes noch gut mit.

Zwar ging Johansson viel aggressiver als ihre Gegnerin zu Werke, riskierte jedoch auch viel mehr und leistete sich demnach auch mehr Fehler. Beim Stande von 2:1 hatte Niculescu dann ein erstes Mal Probleme, ihren Aufschlag durchzubringen, blieb dann aber erfolgreich. Im nächsten Spiel konnte die Rumänin gar den ersten Breakball der Partie verwandeln. Obschon Johansson optisch überlegen war, geriet sie ins Hintertreffen. Dies hielt jedoch nicht lange an, denn dank einer starken Rückhand und guten Returns schaffte sie sofort das Rebreak zum 3:3. Niculescu wirkte nun verunsichert und versuchte vermehrt, mit Slice-Bällen zum Erfolg zu gelangen.

Niculescu/Fichman im Doppel erfolgreich

Die Nummer 225 der aktuellen Weltrangliste nutzte dies allerdings, um noch druckvoller von der Grundlinie zu agieren und wagte sich ein ums andere Mal auch ans Netz heran. Derweil bekam Niculescu Probleme, den Ball übers Netz zu befördern. Fortan hatte Johansson leichtes Spiel und sicherte sich den ersten Satz mit 6:3. „Ich war müde und fühlte mich schwer. Besonders zu Beginn der Partie war ich zu langsam und bewegte mich nicht gut. Da ich am Vortag ein Einzel über drei Stunden austrug und auch noch im Finale des Doppels stand, war dies auch nicht verwunderlich“, sagte eine dennoch zufriedene Niculescu nach dem Finale.

Im zweiten Satz bekam man weiterhin eine clever spielende Französin zu sehen, die selten in Bedrängnis geriet und mit gut platzierten Bällen ihre Gegnerin zu Fehlern zwang. Schnell stand es 5:1 aus Sicht der Gewinnerin von 2008. Niculescu wollte sich jedoch nicht so einfach geschlagen geben und kämpfte sich zurück ins Spiel. Johansson fing an, beim Aufschlag zu schwächeln und die Rumänin verkürzte auf 3:5. Hoffnung keimte in Niculescus Lager auf, doch Johansson hatte die geeignete Antwort parat, erspielte sich zwei Matchbälle und konnte den zweiten dann auch nutzen.

Luxemburg scheint ein gutes Pflaster für die 25-Jährige Halbschwedin. „Ich fühle mich in Luxemburg sehr wohl. Bis auf mein erstes Match habe ich diese Woche auch nur gute Spiele hingelegt. Mein Plan, meine Gegnerin von Beginn an unter Druck zu setzen, ging erneut auf. Je mehr ich spiele, umso besser werde ich, während die anderen anfangen müde zu werden“, so eine glückliche Gewinnerin, die auch im kommenden Jahr wieder in Petingen aufschlagen will. In der Doppelkonkurrenz kam Niculescu am Samstag doch noch zu ihrem Turniersieg. Zusammen mit der Kanadierin Sharon Fichman behielt sie mit 6:4, 6:2 gegen das Duo Kustova/Rodine die Oberhand.

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