23.07.2010 08:02 Uhr




Tennis ITF-Roller-Open
Minella im Achtelfinale ausgeschieden
FLT-Akteurin am Vormittag erfolgreich gegen die Qualifikantin Vogt

Foto: Fern Konnen
Mandy Minella musste das Aus hinnehmen.

Von Liz Engel

Im Gegensatz zu zum Mittwoch blieb man am Donnerstag größtenteils vom Regen verschont, ein Umstand, von dem Mandy Minella (WTA 181) allerdings nicht profitieren konnte. Gleich zweimal musste sie gestern ran.

Als einzige verbleibende Luxemburgerin traf Minella im ersten Spiel auf dem Center Court auf Stephanie Vogt (FL/491). Gegen Abend war dann Mathilde Johansson (F/225) eine Nummer zu groß für die FLT-Athletin.

Vogt, die Bezwingerin von Anne Kremer in der Qualifikation, hatte hier wohl zu viel Kraft gelassen, denn gegen Minella kam sie nicht richtig zum Zuge. Die Luxemburgerin dominierte die Partie von Beginn an. Schaffte sofort das Break und ließ im ersten Satz noch zwei weitere folgen. Vollkommen verdient kam die Fed-cup-Spielerin nach 6:0 zur 1:0-Satzführung. Sie machte alles richtig. Druckvoll agierte sie von der Grundlinie und ließ die Liechtensteinerin viel laufen. Auch Minellas Aufschlag war überzeugend und die Länge der Bälle stimmte ebenfalls.

Vogt fand zu keinem Zeitpunkt zu ihrem Spiel und hatte zumeist das Nachsehen. Mit etlichen eigens verschuldeten Fehlern nahm sie sich immer wieder selbst den Wind aus den Segeln und machte Minella das Leben recht einfach. Im zweiten Satz bekamen die Zuschauer ein ähnliches Bild zu sehen. Vogt versuchte zwar, mehr Druck aufzubauen, doch die Präzision in ihren Schlägen fehlte weiterhin. Minella blieb ihrer Linie treu und sicherte sich auch den zweiten Satz in souveräner Manier mit 6:1. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem Spiel. Es gelang mir, von Anfang an konzentriert und aggressiv zu Werke zu gehen.

Wichtig war, dass ich sofort gut ins Match fand und mein Spiel durchziehen konnte. Meine Gegnerin ist eine gute Spielerin, das hätte auch anders ausgehen können, doch sie kam heute von Anfang an nicht gut zurecht“, so eine sichtlich zufriedene Mandy Minella. Als Nachteil empfand sie auch nicht die Tatsache, dass sie heute gleich zwei Spiele zu absolvieren hat. „Man kann zwar besser abschalten, wenn man nur ein Spiel pro Tag hat. Ich konnte mein erstes Spiel nun jedoch sehr kurz halten, so dass das kein Nachteil sein dürfte.“ Selbstbewusst ging Minella demnach in die zweite Partie gegen Johansson. Zwar konnte sie bislang noch nicht gegen die Gewinnerin von 2008 siegen, dennoch hoffte man auf ein ausgeglichenes Match.

Johansson zu stark

Leider kam es aus Luxemburger Sicht nicht so. Auch beim dritten Aufeinandertreffen sollte Minella mit 3:6 und 1:6 den Kürzeren ziehen. Die 24-Jährige hatte am Abend, im Gegensatz zum Vormittag, meistens das Nachsehen. Zu flink präsentierte sich die Französin und ging gleich mit 2:0 im ersten Satz in Führung. Minella konnte sich zwar steigern und zum 2:2 ausgleichen, dies war allerdings lediglich ein Strohfeuer. Schnell hatte Johansson das Spiel wieder an sich gerissen und setzte Minella gehörig unter Druck.

„Meine Gegnerin hat gut und vor allem schnell gespielt, dies liegt mir überhaupt nicht. Ich brauche etwas Zeit, um in die Partie zu finden, das gelang mir leider nicht“, so Minella nach dem Spiel. Chancenlos war Minella jedoch keineswegs. Ihre Möglichkeiten schöpfte sie jedoch nicht genügend aus. Johansson spielte mit viel Risiko und wurde auch im zweiten Satz dafür belohnt. Die Bälle waren weiterhin gut platziert und Minella kam immer öfter einen Schritt zu spät und musste sich am Ende verdient geschlagen geben. Nun geht es für Minella kommende Woche nach Bukarest, wo sie ein 75 000-US-Dollar bestreitet.

Danach gönnt sie sich etwas Ferien, um dann wieder voll ins Training einzusteigen und bei den US-Open wieder anzugreifen. Weiterhin im Wettbewerb verbleibt Kristina Barrois (D/68). Die an Eins gesetzte Saarländerin setzte sich in einer knappen Partie mit 7:5 und 7:6 gegen Irina-Camelia Begu (ROM/268) durch. Anna Floris (I/150) und Ekatarina Ivanova (RUS/146) hielten ihre Gegnerinnen genauso nieder wie Eva Birnerova (CZE/191) und Monica Niculescu (ROM/3/115). Ebenfalls im Viertelfinale sind Darya Kustova (BLR/174) und Elena Bogdan (ROM/Q/299).

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