11.07.2010 17:35 Uhr, aktualisiert 11.07.2010 22:14 Uhr




8. Etappe der Tour de France
Andy Schleck siegt
Samuel Sanchez und Robert Gesink auf den Plätzen zwei und drei.
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Andy Schleck siegt
Die achte Etappe in Bildern
Andy Schleck siegt
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Foto: Serge Waldbillig
Nach seinem Sieg bei der achten Etappe verbesserte sich Andy Schleck in der Gesamtwertung auf Rang zwei.

(dpa/hay) - Der Luxemburger Radprofi Andy Schleck hat die achte Etappe der Tour de France für sich entscheiden können. Nach 189 Kilometern von Station des Rousses nach Morzine-Avoriaz verwies der Mondorfer den Spanier Samuel Sanchez und den Niederländer Robert Gesink auf die Plätze zwei und drei.

"Das war die erste richtig schwere Etappe heute und ich hab sie gewonnen. Das ist natürlich super für meine Moral. Wie ich schon mal sagte: Ich bin zurzeit in Topform und davon muss ich profitieren...Das war ein perfekter Tag für mich und meine Mannschaft", sagte Andy Schleck nach seinem Etappensieg gegenüber Radio DNR.

Für Superstar Lance Armstrong und die deutsche Tour-Hoffnung Tony Martin kam in den Alpen ein böses Erwachen. Als die Spitzenfahrer um den Topfavoriten Alberto Contador bei der ersten Bergankunft in Morzine-Avoriaz um den Etappenerfolg kämpften, strampelten der US-Altmeister und der deutsche Newcomer um ihr sportliches Überleben.


Foto: Serge Waldbillig
"Das war ein perfekter Tag für mich und meine Mannschaft", sagte Andy Schleck kurz nach seinem Etappensieg gegenüber Radio DNR.

Schlussanstieg brachte die Entscheidung

24 Stunden nachdem der 25 Jahre alte Martin bereits auf dem Weg zur Skistation des Rousses völlig eingebrochen war, fuhr er auch auf der zweiten Alpenetappe meilenweit hinterher. Der große Gewinner beim ersten Showdown der Kapitäne war neben Evans der spanische Vorjahreschampion Contador, der seinem gedemütigten Erzrivalen Armstrong mehr als sieben Minuten abnahm und beste Chancen auf seinen dritten Tour-Gesamtsieg hat. Dagegen musste Rekordsieger Armstrong seinen ohnehin kühnen Traum vom achten Coup bereits nach den ersten Klettertortur begraben.

Unfreiwillig behielt der Amerikaner recht, der vor der Ankunft in dem Alpenörtchen „eine neue Wendung“ im Klassement prognostiziert hatte: „Hier wird eine Entscheidung fallen.“ In der Gesamtwertung führt Evans nun vor Andy Schleck (+20 Sekunden Rückstand) und Contador (+1,01 Minuten), der zehn Sekunden auf seinen schärfsten Herausforderer Schleck verlor.

Die Entscheidung um den Tagessieg bei der einzigen Bergankunft in den Alpen brachte der 13,6 Kilometer lange Schlussanstieg hinauf zur Skistation Morzine-Avoriaz. Beim Ausscheidungsrennen der Spitzenleute, bei dem Contadors Astana-Team gnadenlos die Tempoarbeit verschärfte, jubelte am Ende Schleck dank eines Schlussspurts vor Samuel Sanchez.

Schon beim vorletzten Anstieg auf den Col de la Ramaz mussten Armstrong und Martin das Feld der Topfahrer ziehen lassen. Bereits am Samstag hatte der deutsche Columbia-Profi die Hoffnung, „ganz vorne mitzufahren“, aufgegeben. Der Eschborner fand beim Tagessieg des Franzosen Chavanel überhaupt nicht seinen Tritt und verlor 19:14 Minuten. „Ich hatte schon seit ein paar Tagen schlechte Beine. Ich konzentriere mich jetzt auf Etappensiege“, sagte Martin, bevor er ein erneutes Frusterlebnis zu verdauen hatte.

Armstrong: „Ich habe gelitten.“

Für Armstrong, den die Doping-Vorwürfe seines Ex-Teamkollegen Floyd Landis doch zuzusetzen scheinen, brachte die 8. Etappe einen rabenschwarzen Tag. Schon unterwegs hatte der RadioShack-Kapitän, dessen Edelhelfer Andreas Klöden mit Contador mitgehen durfte, vier Jahre nach Landis' durch Doping erschwindelter Triumphfahrt nach Morzine-Avoriaz zwei Schrecksekunden zu überstehen.

Erst musste er nach sechs Kilometern einen Abstecher ins Gras machen, um einem Massensturz auszuweichen. Dann erwischte es ihn 50 Kilometer vor dem Ziel, als der Texaner auf den Asphalt aufschlug und sich sein Trikot am Rücken aufriss. Zudem plagen den 38-Jährigen „starke Schmerzen beim Sitzen“, so dass er schon in Rousses einräumen musste: „Ich habe gelitten.“

Pech hatte am Sonntag zunächst auch Weltmeister Evans. Statt wie angekündigt Contador und Co. zu attackieren, stürzte der Australier ebenfalls bei Kilometer sechs und verletzte sich an Hand und Schulter. Evans biss aber auf die Zähne und belohnte sich im Wintersportort mit dem Gelben Trikot für seine Courage.

Ihre Meinung zum Thema

( 2 )
  • Astrid Lulling meint:
    11.07.2010, 18:15 Uhr
    Felicitatiounen un den Andy, ganz Lëtzebuerg dréckt d'Daumen. Ech sinn hei zu Washington an d'Amerikaner si ganz erstaunt, datt e Lëtzebuerger hire groussen Armstrong ëm 11 Minutte klappt. Fantastesch. Gutt Besserung och un de Frank, bescht Gréiss, Astrid
  • benny boudia meint:
    11.07.2010, 17:42 Uhr
    suuuper, sou mécht een dat, e Virbild fir all Sportlerinnen a Sportler hei zu Lëtzebuerg, besonnesch eis Futtballisten, di sollen sech beim Här Schleck mol inspiréiere loossen.