07.07.2010 07:51 Uhr




Sturz von Fränk Schleck
Bjarne Riis: „Traurig für die Tour“
Voigt: "Mit seinem Ausfall habe ich einen meiner besten Freunde nun nicht mehr an der Seite"

Foto: Serge Waldbillig
Bjarne Riis, Teamchef der Saxo-Bank-Mannschaft.

(jg) - „Dies ist kein Tag um Tränen zu vergießen. Dies ist ein Tag, um in den Krieg zu ziehen und um erfolgreich heimzukehren. Die Fahrer haben sicherlich Schmerzen, doch da müssen sie jetzt hindurch. Das Tempo an der Spitze wird deswegen sicherlich nicht verringert.“ Diese kriegerischen Worte verkündete Saxo-Bank-Teamchef Bjarne Riis vor der Etappe am Dienstag.

Dass letztendlich auch einer seiner Fahrer unter den Verwundeten war, stimmte ihn dann im Ziel nachdenklich: „Das ist traurig für unser Team, und traurig für die Tour.“ Erbost und genervt zeigte sich gar Fränks Teamkollege Jens Voigt (D): „Seit einigen Monaten sagen wir bereits, dass diese Etappe viel zu gefährlich ist. Es ist ja schön und gut, dass Fabian Cancellara nun sein Gelbes Trikot zurückerobert hat, doch wir hätten viel lieber morgen (heute) einen gesunden Fränk Schleck am Start. Mit seinem Ausfall habe ich einen meiner besten Freunde nun nicht mehr an der Seite. Es nervt einfach, dass die Renn-Organisatoren uns solch unnötigen Gefahren aussetzen. Zuhause auf dem Sofa mag es schön sein, wenn man sich das Spektakel auf dem Kopfsteinpflaster ansehen kann, doch für uns sind das unmögliche Verhältnisse. Ich fühle mich in die Zeit der Römer versetzt. Wir sind doch aber keine Gladiatoren, oder?“

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