Volleyball-Pokal Frauen
06.04.2009 08:04 Uhr

Frauen von Petingen mit zweitem Doublé in Folge



Foto: Christian Kemp
Kommen aus dem Feiern nicht mehr heraus: die Frauen des Volley 80 Petingen.

(fs) - Eine Woche nach dem fünften Titelgewinn fügten die Frauen von Petingen ihrem Palmarès den vierten Pokalsieg hinzu. Dieses zweite Doublé zeigt die Überlegenheit einer Mannschaft, die seit der Jugend zusammen spielt und ... feiert.

Mit Ausnahme von Zorn war es genau dieselbe Mannschaft, die vor Jahresfrist bereits das erste Doublé gefeiert hatte. An dieser Mannschaft werden sich ebenfalls die künftigen Herausforderer messen müssen. Nach dem verlorenen Meisterschaftsfinale war Gym nicht mehr in der Lage, das Ruder noch einmal herumzureißen. Es fehlte an der richtigen Einstellung gegen eine Mannschaft mit einer wahren Siegermentalität. Daran hat es vielleicht am meisten gemangelt. Sprachlos waren jedenfalls die Gym-Spielerinnen nach Spielschluss. Präsident Carlo Hastert befand sich in Erklärungsnot: „Wie haben 50 % unter unseren Möglichkeiten gespielt.

Vor acht Tagen haben wir unser Können angedeutet. Diesmal war das anscheinend nicht mehr möglich.“ Für Trainer Michel Beautier war es ebenfalls eine Kopfsache: „Die vielen unnötigen Fehler verschleiern unser Potenzial. Für viele Spielerinnen war das Finale Neuland, deshalb konnten wir unsere Leistung nicht abrufen. Nächstes Jahr werden wir wieder angreifen.“

Hohe Fehlerquote

Man kann ihm nicht vorwerfen, nicht alles versucht zu haben. Doch auch die Auswechselspielerinnen bewirkten keine Wunder. Die Schwächen in der Annahme waren Ausgangspunkt von Fehlern in anderen Bereichen. So wurde das Aufbauspiel erschwert, was sich wiederum bei den Hauptangreiferinnen I. Frisch und Voelz bemerkbar machte. Selten zuvor hat man Vopelz so verunsichert gesehen. Nationaltrainer Andrej Gorbatchev brachte es auf den Punkt: „Mit rund 15 individuellen Fehlern pro Satz kann man kein Spiel gewinnen“.

In krassem Gegensatz dazu strotzten die Petingerinnen vor Selbstvertrauen. Mit einer nahezu fehlerlosen Spielweise erhöhten sie den Druck und sahen sich sofort bestätigt. Danach waren sie mit enormer Aufschlagstärke und mit „Vollstreckerinnen“ wie Lebon und Noesen nicht mehr zu bremsen.

Kalt erwischt wurden die Gym-Spielerinnen im ersten Satz. Zu viele Schwächen in der Annahme erleichterten es Petingen, sich einen Sicherheitsabstand von 11:4 herauszuspielen. Die Aufstellung mit Zuspielerin Webers bei der Aufgabe sowie Jomé, I. Frisch und Voelz am Netz ließ die zahlreichen Gym-Anhängerinnen bei 7:11 noch einmal hoffen. Bei einer 15:8-Führung von Petingen sollten zehn Punkte in Folge zum 25:8 bei Aufschlag Karier die an diesem Tage großen Unterschiede offen legen.

Der zweite Durchgang brachte eine Verbesserung für Gym, ohne dass Bonneweg aber eine richtige Chance auf den Satzausgleich gehabt hätte. Nach der Einwechslung von Hasdorf für I. Frisch schien beim Anschluss zum 17:19 eine Wende möglich. Hier sprang dann Gengler in die Bresche, um einen Rückschlag zu verhindern.

Im dritten Satz stieg ebenfalls die Fehlerquote bei Petingen. Vergeblich wartete Gym auf Hauptangreiferin Voelz, doch auch sie patzte immer wieder. Schließlich war es Spielertrainerin Lebon vorbehalten, den zweiten von sechs Matchbällen zu verwandeln. Diese räumte ein, dass sie sich diesen Sieg weniger leicht vorgestellt hatte. „Gym war wohl dem Druck nicht gewachsen.“ Patricia Gengler sah den Hauptgrund des Petinger Erfolges in der Geschlossenheit. „Von Jugend auf spielen wir zusammen und sind eine Truppe von Freundinnen.“

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