Schwimm-Meeting
23.01.2009 09:04 Uhr, aktualisiert 23.01.2009 19:25 Uhr

Schnelle Jagd auf die Meet-Rekorde



Foto: Michel Dell'Aiera
Dana Gales will sich in Szene setzen.



Foto: Fons Schneider
Thomas Lurz startet anlässlich des Euro-Meet in die neue Saison.

(pg) - Ein Jahr nach der Jubiläumsauflage steht das elfte Euro-Meet ab dem heutigen Freitag in der Coque in Kirchberg in puncto Qualität der Besetzung kaum hinter seinen direkten Vorgängern zurück, wohl aber was die Zahl der Starter (510) betrifft.

Wurden 2008 noch 2 600 Starts gezählt, so sind es diesmal „nur“ deren 1 950. Die Ursachen hierfür sind in zwei Bereichen zu suchen. Nach dem Olympia-Jahr gönnen sich die Matadoren erfahrungsgemäß eine längere Pause, sie sind momentan eben noch nicht in Form bzw. haben erst vor kurzem das Training wieder aufgenommen. Dann hat die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise ihre deutlichen Spuren hinterlassen. Die Ukrainer, die im Vorjahr noch einige der Glanzpunkte setzten, sind diesmal nicht dabei, obschon das Euro-Meet eigentlich zum Aufbauprogramm der Nationalmannschaft im Hinblick auf die WM Ende Juli/Anfang August in Rom (I) gehörte.

Nun hat die Regierung in Kiew aber bis auf Weiteres die Kredite eingefroren. Auch Island sucht man vergebens in der Liste der teilnehmenden Länder. Auch hier kämpft der Verband mit finanziellen Problemen, die isländischen Athleten beispielsweise, die im Dezember bei der Kurzbahn-EM in Rijeka (CRO) starteten, taten dies auf eigene Kosten.

Angesichts dieser angespannten finanziellen Situation mutet es erstaunlich an, dass EM-Medaillengewinner, Olympia-Starter und sogar Medaillengewinner von Peking (CHN) beim Euro-Meet präsent sein werden. Die meisten unter ihnen kommen aus Deutschland, wie die Freistilspezialistin Petra Dallmann (in Peking Mitglied der 4x200-m-Freistil-Staffel), Markus Deibler, Christian Kubusch, Sonja Schöber, Lisa Vitting, Annika Mehlhorn und vor allem Helge Meeuw und Thomas Lurz. Der Rückenspezialist Meeuw wurde in Peking Neunter auf der 200-m-Strecke, der Langstreckler Lurz gewann sogar Bronze über die 10 km (Freiwasser). Ein elfter Rang (200 m Rücken) bei Olympia schmückt das Palmarès von Damiano Lestingi aus Italien.

Lurz, in Luxemburg stets ein gern gesehener Gast, hat am 30. November wieder das Training aufgenommen, das Euro-Meet ist der erste Wettkampf des 29-Jährigen für die neue Saison. Meeuw seinerseits überraschte nach Peking mit Rang drei (über 100 m Rücken) bei der Kurzbahn-EM in Rijeka. Ausgehend von den Meldezeiten, bei denen freilich stets etwas Vorsicht geboten ist – nicht jeder Schwimmer präsentiert sich zu Saisonbeginn in Topform –, stehen 14 neue Meet-Rekorde in Aussicht. Zum Vergleich: Nach dem Euro-Meet von 2008 wurden elf neue Rekorde eingeschrieben.

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