(hay) - Als vor einigen Monaten in Luxemburg die Schweinegrippe ausbrach, war die Angst vor dem zunächst unbekannten Virus groß. Inzwischen hat sich diese aber gelegt. Heute spricht kaum noch jemand über die Schweinegrippe – dabei ist der Virus noch immer im Land.
Wie Dr. Danielle Hansen-König, Direktorin der „Direction de la Santé, gegenüber wort.lu sagte, tritt die Schweinegrippe in Luxemburg auch heute noch vereinzelt auf. In anderen Gegenden der Welt wiederum, hauptsächlich in Afrika oder auch in Asien, sei der Virus sogar noch richtig aktiv.
Die Schweinegrippe löste eine Pandemie aus, die sich laut Hansen-König „wie noch nie zuvor“ um die ganze Welt verbreitete und hierzulande sogar die saisonale Grippe verdrängte. Doch zum Glück sei der Erreger etwa im Vergleich zur Vogelgrippe nicht so gefährlich gewesen. „Es gab relativ wenige Komplikationen. Hinzu kommt, dass sich die Länder recht gut vorbereitet und frühzeitig Schutzmaßnahmen in die Wege geleitet hatten.“
Nichtsdestotrotz verfielen zu Beginn viele Menschen wegen der Schweinegrippe in Panik. Dr. Hansen-König erklärt dies damit, dass die Leute anfangs, als der Impfstoff noch nicht in Luxemburg eingetroffen war, sich an die Vogelgrippe erinnerten und beunruhigt waren.
Auf eine große Nachfrage waren aber die sieben im Oktober 2009 errichteten Impfzentren im Land trotzdem nicht gestoßen. Bis Ende November zum Beispiel ließen sich dort nur rund 25.000 Menschen kostenfrei impfen.
Der erste Schweinegrippe-Fall in Luxemburg wurde am 1. Juni 2009 vom Gesundheitsministerium bestätigt. Bis zum Ende des Jahres 2009 erkrankten nachweislich insgesamt rund 2000 Menschen an dem Virus. Drei Menschen, darunter zwei Männer mit chronischen Erkrankungen und eine gesunde Person, starben an den Folgen des Virus.
Insgesamt hat das Großherzogtum von GlaxoSmithKline 700.000 Impfdosen im Wert von rund 2,2 Millionen Euro bestellt. Ein Drittel davon konnte das Land wieder zurückgeben.