(jot) - „Luxemburg sagt Nein zu genmodifizierten Organismen“: Der delegierte Umweltminister Marco Schank schrieb diesen Satz am Freitagmorgen auf einen Greenpeace-Lastwagen auf der Place Clairefontaine. Der Lkw wird in den nächsten Wochen quer durch Europa fahren, um sich gegen Gentechnik einzusetzen.
Auch Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo und Landwirtschaftsminister Romain Schneider unterstützen die Aktion der Umweltorganisation. Dass die Hauptstadt des Großherzogtums Startort der Tour durch Europa ist, hat übrigens Symbolcharakter: „Die Stadt Luxemburg hat sich wie andere 85 Gemeinden in Luxemburg gegen Gentechnik ausgesprochen“, erklärte Maurice Losch, Kampagnenleiter bei Greenpeace.
„Aus Umfragen geht immer wieder hervor, dass die Konsumenten keine genmodifizierten Lebensmittel essen wollen“, so die klare Aussage von Marco Schank. Die Umweltorganisation Greenpeace gibt an, dass rund 83 Prozent der Verbraucher in Luxemburg genmodifizierte Organismen ablehnen.
Maurice Losch ging auf die Gefahren von GMOs ein: „Gentechnik ist verantwortlich für den Verlust von Biodiversität. Sie hat auch negative Konsequenzen für die Gesundheit von Mensch und Tier.“ Er wies zudem darauf hin, dass genmodifizierte Organismen sich ungewollt in der Natur ausbreiten.
Der Kampagnenleiter übte scharfe Kritik an der EU-Kommission, die noch Anfang März den Anbau der genmodifizierten Kartoffel Amflora genehmigt hatte: „Sie stellt die Interessen der Industrie über die Gesundheit der Verbraucher und die Umwelt.“
Nachdem der Lkw von Greenpeace sein Endziel in Spanien erreicht hat, will die Umweltorganisation eine Videopetition und eine Unterschriftenliste an EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso überreichen, um ihm den Widerstand der Bevölkerung gegen genmodifizierte Organismen noch einmal vor Augen zu führen.