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Manternacher Mordprozess
17.03.2010 18:40 Uhr

Lebenslange Haft für Ehefrau gefordert

Geliebter soll 25 Jahre hinter Gitter

(vb) – Im Prozess um den Mord an einem 44-jährigen Mann, dessen Leiche in einem Waldstück bei Manternach gefunden wurde, hat die Anklage hohe Gefängnisstrafen gefordert. Für die Haupttäterin, die den Mord an ihrem Ehemann in Auftrag gegeben hatte, beantragte die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft.

Die Frau hatte mehrfach mit der Hilfe von anderen Männern versucht, ihren Ehemann umzubringen, um so an sein Geld zu kommen. 2007 gelang dies – die Frau drängte ihren Geliebten, das Opfer mit einer Brechstange zu erschlagen und half dem Täter, die Leiche im Wald zu verstecken.

Die Staatsanwaltschaft sah in der Frau die Hauptschuldige. Sie habe sowohl die Vorarbeit zu dem Mord geleistet, indem sie ihren Mann mit Schlafmitteln betäubt habe. Zudem habe sie bei der Beseitigung der Leiche geholfen.

Für den eigentlichen Mörder, der das 44-jährige Opfer mit einer Brechstange erschlagen hatte, forderte die Staatsanwaltschaft 25 Jahre Haft. Ihm wurde zu Gute gehalten, dass er im Prozess voll geständig war.

Zwiespältige Rolle der Freundin

Ein weiterer Liebhaber der Ehefrau hatte bei missglückten Mordversuchen unter anderem die Bremsleitungen des späteren Opfers durchgeschnitten. Er soll laut Anklageschrift 15 Jahre hinter Gitter.

Eine zwiespältige Rolle hatte die Freundin der Hauptangeklagten gespielt. Sie war nach Überzeugung der Anklage zwar keine Komplizin, hatte aber trotzdem von dem geplanten Mord gewusst und das Opfer nicht gewarnt. Außerdem hatte sie geholfen, die Spuren zu beseitigen. Für sie wurde eine Haftstrafe zwischen drei und acht Jahren gefordert. Für einen weiteren Mittäter, der vor Gericht nicht erschienen war, lautete die Strafforderung auf 20 Jahre Haft.

Das Urteil wird am 3. Mai verkündet.

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