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Tripartite
17.03.2010 14:25 Uhr, aktualisiert 18.03.2010 07:49 Uhr

Kühle Stimmung statt Frühlingsgefühlen

Erste Tripartite-Sitzung: Kaum Bewegung



Foto: Marc Wilwert
Gut gelaunter Premier trotz angespannter Stimmung: Keine Bewegung brachte die erste Tripartite-Sitzung.

(vb) – Verhärtete Fronten bei der ersten von fünf Tripartite-Sitzungen: Arbeitgeber und Gewerkschaften sind sich bei den Verhandlungen über die Wettbewerbsfähigkeit des Landes kein Stück entgegen gekommen. "Einige Teilnehmer sind noch in Winterstimmung und haben nicht verstanden, dass der Frühling begonnen hat", sagte Premier Juncker nach den Verhandlungen.

Zentraler Streitpunkt beim Thema Wettbewerbsfähigkeit sind die Lohnkosten. Die Unternehmen möchten um jeden Preis vermeiden, dass die Kosten in den nächsten Jahren ungebremst ansteigen. "Wir meinen, dass wir über die Höhe und die Entwicklung der Lohnkosten sprechen sollten", meinte Michel Wurth, Präsident der Arbeitgeberorganisation UEL.

Für die Gewerkschaften sind die Löhne und das Index-System nicht verhandelbar. "Da finden wir keinen Konsens", sagte OGBL-Präsident Jean-Claude Reding klipp und klar. Er kritisierte "die Tonlage des Patronats", das auf der Position beharre "die Löhne müssen runter".

Arbeitgeber wollen Inflation in den Griff bekommen

Die Arbeitgeber sehen die Index-Frage eingebettet in das umfassendere Problem der traditionell erhöhten Inflation in Luxemburg. Bei relativer Preisstabilität könne man den Index beibehalten, hieß es von Patronatsseite am Mittwoch. Hier gelte es, als erstes anzusetzen und den Preisauftrieb zu begrenzen.

Die Regierung hält sich nach dem Tripartite-Auftakt zu Gute, erst einmal Einigkeit über die Fakten erzielt zu haben. In vier Vorträgen zeichneten Wirtschaftsexperten ein Bild der gegenwärtigen Lage Luxemburgs. "Unser Ziel ist es, bis 2014 ein ausgeglichenes Gesamtbudget zu erreichen. Dafür müssen Einsparungen her. Ich denke, dass das alle Verhandlungspartner einsehen", sagte Staatsminister Juncker.

Die nächste Tripartite-Sitzung soll Wege zu mehr Beschäftigung und zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit finden.

Ihre Meinung zum Thema

( 3 )
  • Mister Pink meint:
    19.03.2010, 11:19 Uhr
    @ Tagada
    Den Minister vun der sécurité sociale ass nët dobäi, well soss 4 LSP-Ministeren do géinge setzen. De Problem ass dass d'CSV der LSAP all déi kriisen-problematesch Ministären zougeschoustert huet, an d'LSAP doduerch um Tripartitsdesch theoretesch iwwerepresentéiert wier... mee daat geet nët beim JCJ.

    Fier d'Gewerkschaften ass et gudd dass d'Patronat zu 8 um Desch setzen. Dann ass et méi einfach Zwietracht teschend deenen 8 ze séien. Well souvill huet d'Industrie an d'Horesca och nët gemeinsam...

    ... mee nëmmen ënnert der Konditoun dass déi 3 Gewerkschaften sech eens sin.
  • Nic Scheitler meint:
    18.03.2010, 11:33 Uhr
    @tagada.Et ass schon wichteg dass den Ausseminister mat um Dösch setzt.En ass nähmlech och Vice-Premier. Wann allerdings am Laaf vun der Tripartite vun Renten an CNS geschwat sollt gin,dann wir et néideg dass den zustännegen Minister dobä wir.
    D'Regierung hëlt en Kredit op vun 2 Miiliarden.(huet den JCJ op der Tele)gesot.D'Banken, déi jo en groussen Deel Schold un der Kris sin,an sech fir en böllegen Zönssatz refinanzéeren bei der ZB,können jo den Zönssatz vun 1% und den Staat virun gin,als Géigenleschtung fir dee Schlamassel deen se färdeg bruecht hun. An dat zu engem festen Zönssatz.Beim klengen Spuerer mat sengen puer Sou machen se et souwisou net.
  • tagada gropouet meint:
    17.03.2010, 22:49 Uhr
    Ech hun mier den pdf mat der Zesummensetzung ugekuckt:

    1. Waat huet een Ausseminister an sou Verhandlungen verluer?

    2. Wou as den Minister vun der Sécurité sociale?

    3. Déi 3 Parteien sen immens gläichméisseg vertrueden:

    8 X Patronat
    6 X Regierung
    3 X Gewerkschaften

    naja