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Entschluss der EU-Kommission
17.03.2010 09:29 Uhr

Parlament gegen Anbau von Gen-Kartoffeln

EU-Kommission entscheidet über den Kopf der EU-Bürger



Foto: p24
Das Parlament verabschiedete gestern einstimmig zwei Motionen, in denen sich die Abgeordneten gegen den Anbau der Gen-Kartoffel Amflora aussprechen.

(mt) - Das Parlament verabschiedete am Dienstag einstimmig zwei Motionen, in denen sich die Abgeordneten gegen den Anbau der Gen-Kartoffel Amflora aussprechen. Ein Schnellschuss der neuen EU-Kommission, bedauerte Gesundheitsminister Di Bartolomeo den unerwarteten Schritt.„Déi Gréng“ hatten die beiden Motionen im Parlament vorgebracht.

Darin empörten sie sich, dass die EU-Kommission über den Kopf der EU-Bürger entscheide, wobei eigentlich eine Mehrheit in Europa gegen genmanipulierte Produkte sei. Im Visier der Grünen steht auch die EU-Kommissarin Viviane Reding, die nicht klar in der EU-Kommission die Meinung Luxemburgs zum Ausdruck gebracht habe. Luxemburg hat sich bislang stets gegen Genmanipulation gewehrt.

Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo sprach sich in der Abgeordnetenkammer angesichts möglicher Risiken für Umwelt und Mensch, die von der Freisetzung genetisch veränderter Organismen ausgehen können, für das Vorsorgeprinzip aus. Amflora, die genmanipulierte Kartoffel, soll also nicht in Luxemburg angebaut werden. Dieses Vorsorgeprinzip hatte die Regierung ebenfalls beim Monsanto-Gen-Mais angewandt, und damals in ihrer Begründung die Argumente Schweizer Experten angeführt, die später von der deutschen Regierung 1:1 übernommen wurden, um den Anbau von Gen-Mais zu verbieten.

Der Minister verkündete ebenfalls, dass die Regierung nach diesem „Schnellschuss der EU-Kommission“ einen Brief an die EU-Kommission schicken werde, um gegen „eine undemokratische Vorgehensweise“ zu protestieren.

Ihre Meinung zum Thema

( 2 )
  • Schiltz Claude meint:
    18.03.2010, 10:16 Uhr
    (...)

    eis Europa Leit wei d'Viviane Reding an de Robbert Goebbels hun ganz komesch on ongesond Meenungen an huelen och sou Decisiounen, dass et sou gewalteg no Sponsoring vun enger Lobby richt....
    deen deen do mengt sie gingen EIS Meenung vertrieden an net dei vun de Lobbien ass naiv.
  • Schiltz Claude meint:
    18.03.2010, 09:23 Uhr
    en plus :

    en ganz interessanten Artikel am jeudi vun der leschter Woch weist drop hin, dass d'Eu-Kommission souguer nach e Schratt mei weit gaangen ass, virun der Gromper schon. Sie hun am Januar bei der Welthandelsorganisatioun eng nei Prozedur zur Autorisatioun vun OGM agereecht dei valideiert soll gin, laut der an Zukunft d'Medizinesch Tester mei lasch sollen gin, doer fir verschidden FAell ganz sollen weg faalen !!
    Dei Leit sin ni gewielt gin, dei Leit dei an der Kommission setzen sin nemmen drop aus fir souvill wei meiglech an dei eegen Taesch ze fuerne, an d'OGM Lobby huet weit mei Geld wei D'Natur an Emweltschutz Lobby.(...)