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Dachverband der Jagdsyndikate
17.03.2010 09:38 Uhr

Kritik am neuen Jagdgesetz

Jagdsyndikate für Nachbesserung bei 15 Punkten



Foto: R. Schmit
Präsident Pierre Ernst (rechts) mit einem Teil des Vorstands.



Foto: R. Schmit
Im Agrozenter in Mersch hatten sich die Vertreter der Jagdsyndikate am Montag zur Generalversammlung eingefunden.

(rsd) - Der Gesetzentwurf für das neue Jagdgesetz ist nicht unbedingt nach jedermanns Geschmack. Kritik gibt es vom Dachverband der Jagdsyndikate, der „Fédération des syndicats de chasse du Luxembourg“, der vor einem Jahr gegründet wurde und am Montag ihre Generalversammlung im Festsaal des Agrozenters in Mersch abhielt. Seiner Ansicht nach müssten 15 Punkte nachgebessert werden.

Vor allem befürchtet man, dass die Rechte der Landeigentümer erheblich eingeschränkt werden, wenn das Gesetz in der jetzigen Form vom Parlament abgesegnet wird. Vertreter von 73 Syndikaten wohnten der Generalversammlung des Verbands bei.

In seiner Begrüßungsansprache erinnerte Präsident Pierre Ernst daran, dass der Dachverband vor einem Jahr ins Leben gerufen wurde. Von insgesamt 420 Jagdsyndikaten sei bisher etwa die Hälfte Mitglied geworden. Der Präsident wies auch darauf hin, dass es das erste Ziel der Vereinigung sei, sich für die Rechte der Landbesitzer einzusetzen. Auch informierte er die Anwesenden darüber, dass inzwischen Kontakt mit dem Minister für Nachhaltigkeit, Marco Schank, aufgenommen wurde.

Sorgen wegen Eigentumsrechten

Sekretär Jeannot Wantz erklärte seinerseits, dass die Landeigentümer sich Sorgen wegen ihrer Eigentumsrechte machten. Daraufhin sei eine Informationsversammlung im Agrozenter in Mersch einberufen worden, der 30 Leute beiwohnten. Damals wurde beschlossen, Arbeitsgruppen einzusetzen. Eine erste Versammlung wurde am 12. März 2009 in Mertzig abgehalten. In dieser Sitzung erklärten sich 23 Leute zu einer Mitarbeit im Verwaltungsrat bereit. Die eigentliche Gründungsversammlung des Dachverbands fand am 21. April in Anwesenheit von Vertretern von 150 Jagdsyndikaten statt.

Die erste Vorstandssitzung, in der Pierre Ernst zum Präsident gewählt wurde, wurde am 27. April abgehalten. In der zweiten Sitzung konnten bereits 39 weitere Syndikate aufgenommen werden. Kontakte hatte die Vereinigung auch schon mit dem Jägerverband. Dabei ging es u. a. um Probleme in der Stauseeregion. Eine Zusammenkunft hatte der Verband inzwischen auch mit Minister Marco Schank. Jeannot Wantz erklärte, dass dem Dachverband bis zum 31. Dezember 200 Jagdsyndikate beigetreten waren.

Er drückte die Hoffnung aus, dass noch weitere sich zu diesem Schritt entschließen werden. Präsident Pierre Ernst erklärte in der Versammlung, dass der Dachverband inzwischen ein Gutachten zum Entwurf für das neue Jagdgesetz abgegeben hat. Darin wurde festgehalten, dass er mit 15 Punkten nicht einverstanden sein kann. Darüber wurde Minister Marco Schank auch schriftlich informiert. Nicht einverstanden ist man u. a. damit, dass keine Landeigentümer in der Jagdkommission vertreten sein sollen. Kein Verständnis hat man daneben dafür, dass die Jagdlose auf 400 Hektar vergrößert und die Grenzen neu festgelegt werden sollen. Zusätzlich verlangt man, dass zwei Vertreter der Syndikate dem obersten Jagdrat angehören sollen. Hauptsächlich aber wird befürchtet, dass die Rechte der Landbesitzer beschnitten werden.

Laut Pierre Ernst zeigte Minister Marco Schank Verständnis für die Anliegen der Jagdsyndikate. Er habe zugesichert, sie zu überprüfen. Der Verwaltungsrat des Dachverbands setzt sich zusammen aus: Präsident: Pierre Ernst; Vizepräsident: Antoine Kugener; Sekretär und Kassierer: Jeannot Wantz; beisitzende Mitglieder: Martin Bettendorf, Emile Eschette, Nic. Etgen, Ernest Fromes, Josy Hansen, Jos. Helbach, Jean-Paul Hubert, Pierre Meyers, Lucien Neyens, Edouard Reisdorf und Raymond Weiler.

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