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Neues Lycée Vauban eingeweiht
13.03.2010 16:02 Uhr

Ein Sprungbrett für die Zukunft

5,4 Millionen Euro teures Gebäude bietet Platz für 1 100 Schüler

Von Anne-Aymone Schmitz


Foto: Marc Wilwert
Das in Rekordzeit errichtete Gebäude besticht durch seine Fassade aus Holz und Sichtbeton.

Seit fünf Jahren ist das „Lycée Vauban“ im hauptstädtischen Stadtviertel Limpertsberg angesiedelt. Wegen der großen Nachfrage herrschte in den bisherigen Räumlichkeiten an der Rue Joseph Sax allmählich ein erheblicher Platzmangel. Auf dem Pausenhof mussten sogar drei Container aufgestellt werden, um zusätzliche Klassensäle zu schaffen. Um diese keineswegs optimalen Arbeitsbedingungen für Schüler und Lehrer zu verbessern, wurde im Frühling 2008 die Erweiterung des französischen Lyzeums Luxemburgs beschlossen. Am Freitag wurde das neue Gebäude offiziell seiner Bestimmung übergeben.

„Der heutige Tag ist ein großer Tag für unsere Schulgemeinschaft“, betonte Direktor Daniel Bourgel eingangs seiner Begrüßungsansprache. Denn endlich stünden jetzt neue geräumige Säle in einem lichtdurchfluteten Gebäude zur Verfügung, das in Rekordzeit – am 2. April 2009 war erst der Grundstein gelegt worden – nach den Plänen von „Teisen&Giesler Architectes“ errichtet wurde. Alsdann erläuterte Bourgel kurz das Angebot der Schule, das unter anderem Luxemburgisch als Optionsfach anbietet. Die luxemburgische Sprache sei ein Integrationsfaktor für französischsprachige Schüler. Demnach ermutige er die Jugendlichen, dieses Fach zu wählen. Im französischen Lyzeum Luxemburgs sind mittlerweile zehn Prozent der 770 Schüler Luxemburger. In Zukunft soll diese Zahl laut Daniel Bourgel weiter nach oben geschraubt werden.

„Eine qualitativ hochwertige Erziehung“

Die Tatsache, dass gleich zwei luxemburgische Minister der offiziellen Einweihungsfeier beiwohnten, so Unterrichtsministerin Mady Delvaux-Stehres in Gegenwart vom Minister für Nachhaltigkeit und Infrastrukturen, Claude Wiseler, zeuge von der Verbundenheit mit der französischen Gemeinschaft des Großherzogtums. Die Regierungsvertreterin erinnerte des Weiteren an den geplanten Neubau im Ban de Gasperich. Das Vauban-Lyzeum sei mittlerweile hierzulande unabkömmlich, biete es doch den französischsprachigen Schülern und auch Luxemburger Schülern, die dort ihre Ausbildung fortsetzen wollen, „eine qualitativ hochwertige Erziehung“, meinte die Ministerin.

Bis zu 1100 Schüler geplant

Der Vertreter der Botschaft Frankreichs in Luxemburg, Bernard Bourges, erinnerte seinerseits daran, dass das Lyzeum nur in einer Übergangsphase in den neuen Räumlichkeiten verbleiben wird. Vor zwei Jahren sei lediglich von einem Neubau im Ban de Gasperich gesprochen worden, eine Erweiterung des Lycée Vauban auf Limpertsberg sei damals noch kein Thema gewesen, betonte Vauban-Verwaltungsratspräsident Philippe Waltener. Wegen der bekannten Verzögerungen sei allerdings ein Ausbau des bestehenden Gebäudes auf Limpertsberg auf insgesamt 4 400 Quadratmeter – und nicht auf 12 000 Quadratmeter, wie uns irrtümlicherweise mitgeteilt worden war – beschlossen worden. Waltener bezeichnete diese räumliche Erweiterung als „Sprungbrett für die Zukunft“.

In den kommenden Jahren sollen im „Lycée Vauban“ bis zu 1 100 Schüler aufgenommen werden, denn ohne die Erhöhung der Schülerzahl wäre das Neubauprojekt im Ban de Gasperich nicht realistisch gewesen. Dank dieser neuen Räumlichkeiten könne nun die Zukunft vorbereitet werden, betonte Waltener. Nicht ohne Stolz wies er darauf hin, dass das vorgegebene Budget für den Neubau von maximal 7,5 Millionen Euro eingehalten werden konnte. Der Ausbau schlägt in der Tat „nur“ mit 5,4 Millionen Euro ohne Mehrwertsteuer und Honorare zu Buche. Der Verwaltungsratsvorsitzende begrüßte zudem das verbesserte Arbeitsumfeld.

Alsdann wurden die Namen der Gebäude „Blau“, „Weiß“ und „Rot“ – die Farben der Landesfahnen Luxemburgs und Frankreichs symbolisierend – bekanntgegeben und das neue Logo vorgestellt. Die Feier wurde von Vauban-Schülern musikalisch gestaltet. Derweil begleiteten Schüler die Gäste auf einem Rundgang durch das neue Gebäude.

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