(chl) - Als ein positives Zeichen wertet der Trierer Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Geschäftsführer der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Bernhard Kaster, die Ankündigung am vergangenen Montag beim Staatsbesuch von Bundeskanzlerin Merkel in Luxemburg, der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke bei Igel solle von den zuständigen Verkehrsministerien beider Länder nochmals geprüft werden. Im gleichen Tenor äußerten sich in einer gemeinsamen Pressemitteilung die Gewerkschaften OGBL und DGB/Saar sowie der Trierer Landrat Günther Schartz.
„Der Ausbau der Strecke bleibt damit weiter ganz oben auf der Tagesordnung“, unterstreicht Kaster. Er sei davon überzeugt, dass sich bei der jetzt für die kommenden sechs Monate angekündigten Prüfung die zahlreichen positiven Wirkungen dieses Projekts herausstellten: „Es spricht einfach alles dafür, dieses Vorhaben umzusetzen, zumal auf luxemburgischer Seite bereits erhebliche Investitionen vorgenommen wurden!“ Der CDU-Parlamentarier hatte sich in zahlreichen Gesprächen mit dem Bundesverkehrsministerium, unter Einbeziehung der luxemburgischen Botschafterin in Deutschland, Martine Schommer, sowie von Bahnchef Grube, für die Realisierung dieses bereits im Bundesverkehrswegeplan als „vordringlich“ eingestuften Vorhabens eingesetzt. Derweil hat sich auch schon die betroffene Region Trier dazu zu Wort gemeldet. Der Trierer Landrat Günther Schartz begrüßt die Ankündigung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Premierminister Jean-Claude Juncker, den Ausbau der bisher noch einspurigen Bahnstrecke zwischen Trier und Luxemburg noch einmal neu zu überprüfen.
Landrat Schartz hoffe, dass die binnen eines halben Jahres angekündigten Ergebnisse der neuen Überprüfung nichts anderes als den Ausbau der Strecke vorschlagen werden. „Alles andere wäre ein Schildbürgerstreich, hätten die Luxemburger doch ihren Teil der Strecke ausgebaut, während es auf deutscher Seite einspurig weiter ginge“, so Schartz.
Die Bahnverbindung sei ein dringend erforderlicher Lückenschluss nicht nur zum wirtschaftlich so wichtigen Nachbarn, sondern auch im europäischen Verkehrsnetz. Er vertraue darauf, dass man dies im Bundesverkehrsministerium bei einer erneuten Prüfung auch erkenne, so Schartz. Auch die Gewerkschaften OGBL und DGB/Saar fordern endlich einen Ausbau der Bahnstrecke. Nico Clement weist darauf hin, dass die kürzlich angekündigte Schaffung von 133 zusätzlichen „Park & Ride“-Parkplätzen in Howald „die Verkehrssituation in der Großregion mit den mobilsten Arbeitnehmern Europas nicht unbedingt verbessern wird“.
Clément weist ebenso auf die seit den 1990er-Jahren stark angestiegenen Grenzgängeströme hin. Mit rund 150 000 Grenzgängern solle man eine nachhaltige Verkehrsinfrastruktur zur Verfügung stellen, die auch eine reibungslose und schnelle Verkehrsanbindung ermögliche.