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Öffentlicher Busverkehr
11.03.2010 18:51 Uhr, aktualisiert 12.03.2010 11:01 Uhr

Attraktiver und effizienter durch neues System

„Intermodal Transport Control System“: Installation in drei Etappen

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Neues Betriebsleitsystem vorgestellt
Neues Betriebsleitsystem vorgestellt
Neues Betriebsleitsystem vorgestellt
Neues Betriebsleitsystem vorgestellt
Neues Betriebsleitsystem vorgestellt



Foto: Guy Jallay
Das neue Leitsystem soll mehr Komfort für die Fahrgäste bringen.



Foto: Maurice Fick
Das Busfahren soll effizienter und damit kundenfreundlicher werden.

(hay) - Der öffentliche Busverkehr in Luxemburg-Stadt soll effizienter und kundenfreundlicher werden. Erreicht werden soll dies mit einem neuartigen Betriebsleitsystem, welches derzeit in den hauptstädtischen Bussen installiert wird und das den Fahrgästen in Zukunft unter anderem aufzeigen wird, wann der nächste Bus abfährt und in wievielen Minuten das gewünschte Ziel erreicht wird.

„Der öffentliche Transport wird an Attraktivität gewinnen, von der alle Busfahrgäste profitieren werden“, sagte der hauptstädtische Bürgermeister Paul Helminger am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Betriebsleitsystems namens „Intermodal Transport Control System“ (ITCS).

Das ITCS wird in drei Etappen installiert. In einer ersten Phase wurde das analoge Funksystem durch ein digitales abgelöst. In Phase zwei, die kurz vor ihrem Abschluss steht, wurden in 200 AVL-Bussen Bordrechner sowie Anzeigetafeln installiert und eine Leitstelle im Betriebshof in Hollerich eingerichtet.

Diese Techniken dienen vor allem einer besseren Betriebssteuerung. Sie ermöglichen es nämlich, dass zum Beispiel Bus-Standorte ermittelt, eventuelle Verspätungen errechnet und Umleitungen geplant werden können.

Die Anzeigetafeln in den Bussen wiederum zeigen den Passagiere in Zukunft, welches die nächste Haltestelle ist, welche Anschlussbusse sie nehmen können und in wievielen Minuten sie ihr Fahrziel erreichen.

64 Anzeigetafeln im Stadtgebiet

Die dritte Phase, die im April dieses Jahres anläuft und im September beendet werden soll, beinhaltet den Aufbau elektronischer Anzeigetafeln, die an Bushaltestellen im gesamten Stadtgebiet errichtet werden. Fahrgäste werden darauf über die Abfahrtszeiten der Busse, die in Minuten angegeben werden, und die Fahrziele informiert. Insgesamt sollen 64 solcher Anzeigetafeln aufgebaut werden. Die ersten davon werden Ende April bzw. Anfang Mai am P&R Bouillon, am Hauptbahnhof sowie am Centre Hamilius errichtet.

Darüber hinaus wird eine Lichtsignalbeeinflussung (LSA) eingerichtet. Damit können die Ampeln je nach Bedarf auf grün geschaltet werden, um den Bussen ein schnelleres Vorankommen zu erlauben.

Übrigens: Das neue Betriebsleitsystem kostet fünf Millionen Euro - ohne Mehrwertsteuer.

Ihre Meinung zum Thema

( 9 )
  • Luc Weimerskirch meint:
    12.03.2010, 14:18 Uhr
    @Romain ich kann ihrer Aussage nicht zustimmen. Ich habe für 6 Monate in Wien ein Ausstausch program gemacht und dort waren die Busleitsysteme überall installiert und muss sagen fand die sehr hilfreich, gerade weil ich mich am Anfag als Tourist betrachte habe. Als ich wieder nach Luxemburg zurückkam merkte ich schlecht unser öffentlicher Transport eigentlich und habe mir die Frage gestellt wie sich Touristen eigentlich mit den Bussen zurecht finden da sie ia im Grunde genommen nicht wissen wann sie aussteigen sollen. Die kleinen Schilder die draussen an den Haltestellen angebracht sind sind ia auch nicht sehr leserich. Für mich hat sich die Frage nie gestellt da ich mich in der Stadt auskenne aber für alle anderen habe ich so meine Bedenken.

    Darum finde ich es eine gute Investition die ich sehr begrüsse. Und finde dass so ein System eigentlich schon sehr viel früher hätte eingeführt werden sollen.
    Sie wird auf jeden Fall den öffentlichen Transport aufwerten.
  • Wilwerding Tom meint:
    12.03.2010, 13:00 Uhr
    "absolut zeitgemaess", dem kann ich nur zustimmen. Eine Technologie, die im Ausland seit Jahren zum Standard gehoert, und das nicht nur in Hauptstaedten sondern selbst in den unbedeutendsten. Luxemburg bildet mal wieder das Schlusslicht, wobei ich begruesse dass sich nun endlich etwas tut. Warum aber so langsam? Wieso soll es erst im September beendet sein? 64 Tafeln?? Anderswo geschieht dies innerhalb von Tagen!
    Und wann werden die veralteten Kuerzzait und Kuerzstreckebilljeen endlich komplett durch e-go ersetzt? Wann endlich werden flaechendeckend Terminals aufgestellt, an denen man die e-go Karten aufladen kann?
    Hier bleibt noch sehr sehr viel zu tun!
  • Georges Oth meint:
    12.03.2010, 10:57 Uhr
    Virwat rem en "Alleingang" vun der Stad Lëtzebuerg?
    Hu mer net e Verkéierskonzept RGTR-TICE-VDL, deen och op d'manst zum Deel der Stad hier Keschten dréit?
    Hun déi auswärteg Passagéier kee Recht, ze wëssen, dass hiren näxte Bus 10' ze spéit kënnt (125 - Eurobus)?
  • Austin meint:
    12.03.2010, 10:55 Uhr
    Ech fannen daat eng ganz gut Saach an absoulut Zeitgemäss ! Et as suguer heisch Zeit gin an wesentlech mei sennvoll wei deen ganzen TamTam fir t'Veloen dei keen Mensch benotzt... Dei 5 Milliounen Euro hätt en do gut kennen spueren !
  • P. Weber meint:
    12.03.2010, 10:00 Uhr
    @romain: 5 millionen euro fir een zeitgemaesst bus managment and informations system sin net vill suen. an den notzen as jo awer evident! wann ech op ee bus warden, dann well ech wessen wei laang et dauert, an wei eng line als naechst kennt.
  • Jay Anders meint:
    12.03.2010, 09:49 Uhr
    Wenn es funktionniert, kann man all diese Erneuerungen nur begrüssen. Es gibt ja schon in den Bussen eine Anzeige die die nächste Station anmeldet (manchmal sogar mit Stimme). Aber des öfteren ist es falsch. Heute morgen bin Ich auf der 'Place Wallis' ausgestiegen und auf der Anzeigetafel stand 'Lavoisier', das heisst zwei Stationen früher. Der Buschauffeur müsste auf einen Knopf drücken können um das wieder richtig zu stellen.
    Im Allgemeinen bin Ich zufrieden mit dem öffentlich Transport, obwohlt 'mein Bus' seit Anfang des Jahres nicht mehr im 15 Minuten Takt fährt sondern nur noch alle 20 Minuten. Der gute Takt ist der von 10 Minuten, da brauch nicht ständig auf die Uhr zu schauen ob der Bus noch kommt oder schon weg ist. So wie beim Metro, da schaut man ja auch nicht auf die Uhr wann der Nächste kommt. Der zuküftige Tram sagen sie ? Der fährt nicht auf meiner Strecke und interessiert micht deshalb auch nicht.
  • Claude Oswald meint:
    11.03.2010, 22:56 Uhr
    Et kann een esou Mesüren nëmme begréissen. De Bus wäerd och an Zukunft eng wichteg Roll spillen, wann den Tram gebaut gëtt, an dofir soll de Bus zesumme mam Tram en attraktive Service ubidden.
  • Taschler Guy meint:
    11.03.2010, 19:49 Uhr
    Wie kommt es dass im Süden des Landes (im Auftrag der CFL) eine belgische Firma Fotos von jedem Haus in der Nähe von Bahnhöfen und dem Schienennetz macht. Wäre es
    nicht sinnvoll die Anwohner vorher zu informieren? Anscheinend werden die Häuser detailliert dokumentiert für akustische Studien. Die Polizei ist anscheinend informiert nur der Bürger nicht.
  • Romain Dehm meint:
    11.03.2010, 19:43 Uhr
    5 Millionen Euro sind 200 Millionen ehemaliger luxemburger Franken,die für einen technischen Schnick-Schnack der unnötigsten Art ausgegeben werden.Der Nutzen steht im keinem Verhältnis zu den Kosten dieses überflüssigen Konzeptes.Eine Spielerei die der Steuerzahler nicht freuen wird.Wenn solche Projekte möglich sind,glaube ich an das Wort "Krise" nicht mehr.Mein Gott,wie deppert sind wir eigentlich ??