(hay) - Der öffentliche Busverkehr in Luxemburg-Stadt soll effizienter und kundenfreundlicher werden. Erreicht werden soll dies mit einem neuartigen Betriebsleitsystem, welches derzeit in den hauptstädtischen Bussen installiert wird und das den Fahrgästen in Zukunft unter anderem aufzeigen wird, wann der nächste Bus abfährt und in wievielen Minuten das gewünschte Ziel erreicht wird.
„Der öffentliche Transport wird an Attraktivität gewinnen, von der alle Busfahrgäste profitieren werden“, sagte der hauptstädtische Bürgermeister Paul Helminger am Donnerstag bei der Vorstellung des neuen Betriebsleitsystems namens „Intermodal Transport Control System“ (ITCS).
Das ITCS wird in drei Etappen installiert. In einer ersten Phase wurde das analoge Funksystem durch ein digitales abgelöst. In Phase zwei, die kurz vor ihrem Abschluss steht, wurden in 200 AVL-Bussen Bordrechner sowie Anzeigetafeln installiert und eine Leitstelle im Betriebshof in Hollerich eingerichtet.
Diese Techniken dienen vor allem einer besseren Betriebssteuerung. Sie ermöglichen es nämlich, dass zum Beispiel Bus-Standorte ermittelt, eventuelle Verspätungen errechnet und Umleitungen geplant werden können.
Die Anzeigetafeln in den Bussen wiederum zeigen den Passagiere in Zukunft, welches die nächste Haltestelle ist, welche Anschlussbusse sie nehmen können und in wievielen Minuten sie ihr Fahrziel erreichen.
Die dritte Phase, die im April dieses Jahres anläuft und im September beendet werden soll, beinhaltet den Aufbau elektronischer Anzeigetafeln, die an Bushaltestellen im gesamten Stadtgebiet errichtet werden. Fahrgäste werden darauf über die Abfahrtszeiten der Busse, die in Minuten angegeben werden, und die Fahrziele informiert. Insgesamt sollen 64 solcher Anzeigetafeln aufgebaut werden. Die ersten davon werden Ende April bzw. Anfang Mai am P&R Bouillon, am Hauptbahnhof sowie am Centre Hamilius errichtet.
Darüber hinaus wird eine Lichtsignalbeeinflussung (LSA) eingerichtet. Damit können die Ampeln je nach Bedarf auf grün geschaltet werden, um den Bussen ein schnelleres Vorankommen zu erlauben.
Übrigens: Das neue Betriebsleitsystem kostet fünf Millionen Euro - ohne Mehrwertsteuer.