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Entsorgung
11.03.2010 16:18 Uhr

Wertvoller Müll

Der neue Abfallwirtschaftsplan setzt den Akzent auf Recycling



Foto: Guy Jallay
Mit dem neuen Abfallwirtschaftsplan soll die Recycling-Quote ansteigen.

(vb) – Müll vermeiden, mehr Müll recyceln – das sind die Ziele des neuen Abfallwirtschaftsplans. In den kommenden zehn Jahren soll er die Entsorgung umweltfreundlicher machen. Zudem könne man teilweise aus dem Müll Energie gewinnen, meinte der beigeordnete Umweltminister Schank am Donnerstag.

Ziel des neuen Abfallwirtschaftsplans ist es, bis zum Jahr 2020 die Hälfte des Hausmülls zu recyceln. Gegenwärtig sind es 43 Prozent. Beim Bauschutt lautet die Zielmarke 70 Prozent.

Die Supermärkte und Hersteller von Konsumprodukten haben anscheinend schon umgedacht: Weil die Verpackungen leichter und sparsamer ausfallen, sinkt das Müllaufkommen der Haushalte insgesamt – und das trotz steigender Bevölkerungszahl. Trotzdem bleibe noch viel zu tun, sagte Schank. So enthalte der Restmüll noch viele wertvolle Substanzen, die derzeit nicht genutzt würden. Auch Holzabfälle würden nur zu einem kleinen Teil verwertet. Zudem müsse eine Lösung für den Schlamm aus Kläranlagen gefunden werden. Aus Umweltgründen solle er nur noch in Ausnahmefällen auf Äckern ausgebracht werden.

Biomüll in Gas umwandeln

Der Abfallwirtschaftsplan sieht vor, die Zahl der Recycling-Höfe – derzeit sind es 23 – zu erhöhen. Etwa 17 Prozent der Bevölkerung hat keinen dieser Zentren in ihrer Gemeinde. Minister Schank relativierte diesen Wert aber: Kaum jemand müsse weit fahren, um einen Recycling-Hof in der Nachbargemeinde zu erreichen.

Einen immer größeren Anteil am Hausmüll nehmen organische Abfälle ein. Zusammen mit gebrauchten Fetten und Ölen aus der Gastronomie und Kantinen sollen sie in Zukunft verstärkt in Biogas umgewandelt werden und für die Energiegewinnung benutzt werden, kündigte Schank an. In Zukunft werde übrigens der Müllverursacher stärker nach dem Ausmaß zur Kasse gebeten: So sollen die Müllgebühren stärker nach Gewicht und Volumen berechnet werden.

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