(gs) - Am Bezirksgericht Luxemburg wurde am Mittwoch ein 39-jähriger Mann wegen Körperverletzung, Vergewaltigung und Unzucht mit Minderjährigen zu 18 Jahren Gefängnis verurteilt, weil er sich während fünf Jahren an seinen beiden Töchtern vergangen hatte.
Zum Zeitpunkt der ersten Übergriffe sollen die Mädchen zwischen acht und zehn Jahre alt gewesen sein. Ins Visier der Justiz war der Beschuldigte geraten, als seine älteste Tochter sich im Mai 2009 einer Freundin anvertraut hatte. Der Beschuldigte selbst hatte vor dem Richterpult sein Verhalten auf seinen starken Alkoholkonsum zurückgeführt.
Die Höhe der verhängten Strafe erstaunt nicht, hatte doch der vorsitzende Richter Prosper Klein schon zu Beginn der Verhandlung Anfang Februar von einem derart abscheulichen Fall, dass einem „zeitweise der Atem stockt“, gesprochen. Selbst Verteidiger Me Roby Schons hatte sich in seinem Plädoyer sichtlich schwer getan, etwas Positives über seinen Mandanten anzuführen. Staatsanwältin Tania Ney hatte für die Summe der schweren Vergehen gar die Höchststrafe von 20 Jahren Gefängnis gefordert.