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Manternacher Mord
11.03.2010 08:22 Uhr, aktualisiert 11.03.2010 10:33 Uhr

Opfer mit Brechstange erschlagen

Geständiger Hauptangeklagter sagt vor Gericht aus

(gs) - Vor der neunten Kriminalkammer am Bezirksgericht Luxemburg wurde am Mittwoch der Prozess um den sogenannten Manternacher Mord fortgesetzt. Nachdem am Montag bereits zwei der vier anwesenden Angeklagten ausgesagt hatten, wurde jener Mann gehört, der zugibt, am 12. August 2007 den Ehemann seiner damaligen Geliebten in deren Auftrag ermordet zu haben.

Auch gestern gab der 56-Jährige ohne Umschweife zu, das 44-jährige Opfer mit einem Brecheisen erschlagen zu haben, nachdem die Frau ihren Gatten mit einem ins Essen gemischten Schlafmittel betäubt hatte. Nur die Schilderung des Tathergangs sowie die Anzahl der Schläge, wie sie der Angeklagte gestern vorgab, ließ den vorsitzenden Richter Prosper Klein am Wahrheitsgehalt der Aussage zweifeln.

Die Äußerungen des Beschuldigten widersprachen nämlich den Erklärungen des Gerichtsmediziners, der anhand von Spuren an Tatort und Leiche mindestens drei Tatwaffen ausgemacht und verschiedenartige Verletzungen von Schlägen mit unterschiedlichem Kraftaufwand festgestellt hatte. Laut Richter Prosper Klein würde dies auf das Mitwirken einer zweiten Person hindeuten und so unterstellte er dem Angeklagten, seine ehemalige Geliebte zu schützen, indem er deren Mittäterschaft herunterspiele. Der Beschuldigte stritt dies ab und brachte zudem die laut Richter Klein wenig glaubhafte Theorie einer Drittperson ins Spiel. In Bezug auf die 36-jährige Frau erklärte der Mann gestern, dass diese ihn zu der Tat gedrängt und ihm bei der Ausführung konkrete Anweisungen gegeben hätte. Besagte Frau, die bisher jegliche Beteiligung an dem Tod ihres Gatten abgestritten hatte, wird heute Nachmittag aussagen.

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