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Polizeigewerkschaft SNPGL
10.03.2010 18:19 Uhr, aktualisiert 11.03.2010 07:40 Uhr

SNPGL fordert neue Aufnahmekriterien

Zufriedenstellende Bilanz nach 10-jähriger Fusion von Polizei und Gendarmerie



Foto: Serge Waldbillig
Die SNPGL fordert strengere Aufnahmekriterien für die Beamtenlaufbahnen. Die Ar beit werde immer anspruchsvoller, so Präsident Albert Ressel.

(ham) - Zuckerbrot und Peitsche – so könnte man die Aussagen interpretieren, die am Mittwoch bei der Generalversammlung der nationalen Polizeigewerkschaft SNPGL getätigt wurden. In der Tradition der vergangenen Jahre waren sich die Vorstandsmitglieder nämlich auch gestern nicht zu schade, den Finger in offene Wunden zu legen und Missstände im Polizeidienst offen anzusprechen. Fairerweise wussten die Redner aber auch Fortschritte und gute Initiativen zu würdigen, wie zum Beispiel die Aufstockung der Dienststellen und die Zusammenlegung von Interventionszentren und Nachbarschaftskommissariaten.

Besuchern der Generalversammlungen der „Syndicat national de la Police grand-ducale“ dürfte aufgefallen sein, dass sich die Forderungen der nationalen Polizeigewerkschaft seit Jahren stets um die gleichen Themen drehen. Der Personalmangel ist eines dieser Themen, die in regelmäßigen Abständen unermüdlich vom SNPGL-Vorstand angeprangert werden. Gestern aber schlug Präsident Albert Ressel versöhnlichere Töne an, was die Besetzung der Kommissariate und Polizeidienste angeht: „An dieser Stelle möchte ich der Regierung und unserem Minister danken, dass sie das Aufstocken des Personals als oberste Priorität ansehen und wir in diesem Jahr 15 Brigadiers und 65 Inspektoren rekrutieren dürfen“, so der Präsident vor einem bis auf den letzten Platz besetzten Centre Nicolas Braun in Hesperingen.

Allein seit der letzten Generalversammlung am 3. März 2009 sei die Zahl der Beamten um 41 gestiegen. Davon sind laut Albert Ressel 27 Polizisten in Interventionszentren und Nachbarschaftskommissariaten eingesetzt worden – ganz im Sinne der Bürgernähe. „Das sind immerhin 65 Prozent“, so Ressel, der aber auch bemerkte, dass das Aufstocken des Personals nicht in allen Dienststellen gleich gut funktioniere.

Große Erwartungen hat der Vorsitzende an den neuen „Polizeiminister“ Jean-Marie Halsdorf, welcher der Polizei nach dem Ressortwechsel der Staatsgewalt vom Justiz- ins Innenministerium nun politisch vorsteht. Für den früheren Gemeinderat und Bürgermeister von Petingen sei die Polizei damit keine Unbekannte. Dennoch komme keine einfache Aufgabe auf den Innenminister zu, der neben der Polizei auch für Armee, Protection civile und Feuerwehr verantwortlich zeichne. Der neue Minister sei aber mindestens in einem Punkt einer Meinung mit der Gewerkschaft: „En zefriddene Polizist ass och e gudde Polizist“.

Kompetenzengerangel

Gelobt wurde auch die Initiative, die Interventionszentren mit den Nachbarschaftskommissariaten zusammenzulegen – allerdings in Maßen. Um dem Kompetenzengerangel aus dem Weg zu gehen, sollte das Pilotprojekt vorerst nur dort eingeführt werden, wo einer der beiden Chefs in Rente gehe. Das habe bis zu einem gewissen Punkt auch gut geklappt. Doch dann habe sich der Generaldirektor der Polizei dazu entschieden, das Pilotprojekt auszuweiten und die betroffenen Kommissariatsleiter mit dem Argument eines weiteren Titels ködern zu wollen. „Die Betroffenen sehen das in einem anderen Licht“, so Ressel. Von deren Bedenken habe der Generaldirektor aber nichts hören wollen.

Angesprochen wurde auch die versprochene Nachbesserung der Polizeireform von 2000. Die SNPGL hofft, bei der Ausarbeitung des neuen Gesetzes mit im Boot zu sitzen. „Diese Verantwortung müssen und werden wir übernehmen und auch nur für Sachen gerade- stehen, denen wir auch unsere Zustimmung gegeben haben“, versprach Ressel.

Weiter fordert die SNPGL strengere Aufnahmekriterien für die Beamtenlaufbahnen. Eine 3e oder 11e sei derzeit die Mindestvoraussetzung für den Eintritt in die Inspektorenlaufbahn. „Doch unsere Gesetze werden komplexer, auch werden mehr Sprachenkenntnisse verlangt und die Prozeduren werden komplizierter“, unterstreicht Ressel, der mindestens einen Abschluss der 1re oder 13e für den Eintritt in die Inspektorenkarriere für angebracht hält. Auch bei der Laufbahn des Brigadier müsse die vorgeschriebene Schulzeit (6e oder 8e) um mindestens drei, wenn nicht fünf Jahre heraufgesetzt werden.

Ohne auf spezifische Vorfälle eingehen zu wollen, wurde gestern aber auch noch der Umgang mit Waffen thematisiert. Das Gesetz vom 28. Juli 1973, das den Umgang mit Waffen regelt, müsse unbedingt der modernen Zeit angepasst werden.

Ihre Meinung zum Thema

( 13 )
  • Stemm Et meint:
    28.03.2010, 21:12 Uhr
    Also ech hun och scho mat Leit geschwaat dei eng 13e hun an dei na manner Englesch Kenntnisser hun wei een 14 jähregen!!! Et gin domm Leit an allen carrièren et dierf een se just net alleguerten an een Depen geheien!!!
    A wann ech dann dei Polizisten gesin dei vu mir aus 10 Ofschlussdiplomer hun an am sport keng 200 m laafe kennen ouni midd ze gin dann kann ech nemmen na de kapp resselen. Well daat kann jo och net et Leisung sin!!
  • Sacha B. meint:
    12.03.2010, 11:53 Uhr
    Wann vill Inspektoren eng 13eme oder 1ere hunn, wéisou gett dann net mol als Minimum festgehaal ? Wéisou d'Opnahmekriterien net der Realitéit unpassen ? Da giffen sou Gesrpeicher, daat Police eng Platz ass fir Leit dei Schoul net verdech maachen konnten och aus der Welt geschaaf ginn.
  • Romain Dehm meint:
    11.03.2010, 20:57 Uhr
    @ Josy Zocker

    Der Häerebierg ist schon lange nicht mehr zuständig für die Ausbildung der Polizei.Nur für Brigadiers lohnt sich der Aufenthalt in Diekirch noch.Die zukünftigen Inspektoren der Polizei werden nach einer dreimonatigen Ausbildung an der Waffe,Taktik,Sport,psychologischen Stresstests nach Luxemburg-Verlorenkost verlegt,wo dann eine zweijährige Ausbildung an der Polizeischule ansteht.Natürlich ist es zu begrüssen,wenn zukünftige Beamte einen 1ier oder 13ième Diplom in der Tasche haben,denn nur so können die zukünftigen Beamten den immer wieder steigenden Anforderungen ihres Intellekt gerecht werden.Es mag vieleicht manchen Leser erstaunen,doch schon jetzt sind viele der Inspektoren Träger eines Diploms der 1ière oder 13ième.Also im Augenblick sind diese Beamten in ihrer Laufbahn unterbewertet.Auch bin ich der Meinung dass es nie an Anwärter mangeln wird,denn die Polizei bietet einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf für die,die diese Aufgabe auch als Berufung verstehen.

    Und auch die Arméi hat ihre Daseinsberechtigung,und sei es nur aus Solidarität zu unseren Natopartnern,denn Frieden kann man nicht im Supermarkt kaufen,den muss man sich erarbeiten und das geht nur in Zusammenarbeit mit anderen Ländern,die sich der Nato verschrieben haben.Nicht zu vergessen ist,dass unsere Arméi auch ein nicht zu unterschätzender Pfeiler der inneren Sicherheit ist,denn im Falle einer grösseren Naturkatastrophe oder eines Terrorüberfalls kann der Innenminister auf die Truppe zurückgreifen die auf dem Haerebierg in ständiger Bereitschaft ist,natürlich muss die "Chamber"diese Prozedur erst genehmigen,aber dennoch ist es gut zu wissen,ein solches Instrument sein Eigen zu nennen.Wir sind ein kleines Volk und deshalb umso mehr verwundbar,da ist eine starke und effiziente Oeffentliche Macht unabdingbar,dessen sollte sich jeder bewusst sein.Polizei und Arméi bilden das Sicherheitsgerüst auf dem wir uns jeden Tag bewegen.Deshalb sollte es solide und technisch auf dem höchstem Stand sein,denn längst sind die Zeiten vorbei,wo die Polizei der letzte Hafen für abgewrackte Schiffe war.Unterstützung und Vertrauen gepaart mit Respekt sollte man den Menschen zukommen lassen,die tagtäglich im Rahmen iher Möglichkeiten für unsere Sicherheit sorgen,und das mitunter in oft lebensbedrohlichen Situationen.Die ewigen Demagogen sollten dies in ihrer Analyse stets berücksichtigen.
  • Sacha B. meint:
    11.03.2010, 16:06 Uhr
    Waat huet den Härebierg dann mat den Opnahmekriterien ze dinn ?
  • Jay Anders meint:
    11.03.2010, 14:42 Uhr
    Unsere Polizisten haben schöne Uniformen und schöne Autos und Motorräder, das ist schön. Ansonsten habe Ich in meinem Leben sehr selten etwas mit der Polizei zu tun gehabt, und kann also nichts kritisieren. Die Sicherheit im Allgemeinen ist uns allen wichtig so wie in jedem Land, und diese Sicherheit hängt grösstenteils von den Mitteln ab die zu Verfügung stehen. Wenige Mittel, wenig Sicherheit und wir sind knapp bei Kasse (nur nicht für Stadiums und Einkaufszentren nbg...)
  • josy Zocker meint:
    11.03.2010, 13:23 Uhr
    "Ech faerten dann bleiwt den "Haerebierg" awer zimlech
    eidel."

    wier daat sou schlemm ? wisou brauchen mir eng armei ?
    ech weilt leiwer mei Geld an den pensions keesen gesin, wei dass sie deen ganzen daag mam hummer duerchd geigend fueren deen 25L verbraucht.

    lo mol ganz eierlech, geind wien kennen mir eis wieren, wann et mol haard op haard kéim ?

    Ech fannen et lo net wierklech schlemm, dass mer eng arméi hun, mais et geif mech zwar och kaal loosen wann um härenbierg keng breifdreier, mei ausgebild geifen gin.

    Ech gesin den härenbierg als sprangbried fier opd post an police answ.
    brauchen mer daat wierklech ? oder kennen mer deen teschenschratt net einfach wegloosen ?
  • jean prim meint:
    11.03.2010, 12:23 Uhr
    Ob daat eng gudd Idee ass, mat 1ere oder 13ieme.
    Ech faerten dann bleiwt den "Haerebierg" awer zimlech eidel.
    Bon, hei hun mir jo och Deputeierter mat 9ieme.
  • Sacha B. meint:
    11.03.2010, 11:44 Uhr
    Vun neien Opnahmekritierien gett bei der SNPGL schons joërelang geschwaat, geschitt ass bis elo nach näischt.
  • Godelieve Schmit meint:
    11.03.2010, 11:37 Uhr
    La société aura la police qu'elle mérite.
    Les voyoux profitent du laxisme de notre justice.
    Si les policiers sont plus puni que les voyoux en cas d'intervention c'est normal qu'ils ne vont plus se mettre en danger et c'est la société qui va subir les concéquences.
    Si les lois sont mauvaises il faut les changer.
  • Quartier Gare meint:
    11.03.2010, 10:25 Uhr
    Wir brauchen im Bahnhofsviertel mehr Polizisten und eine dazu gehörige Änderung der Gesetze.
    Ich habe die Nase voll, von den Drogendealer, Drogensüchtigen und Prostituierte die hier herumlaufen und die ganze Nacht brüllen wie Katzen. Muss man das noch Ewig hier Aushalten. Die einfahre Lösung wäre nach „Belair“ Umziehen aber Ich bezahle meine Steuer wie jeder Burger hier in der Stadt, dann möchte ich eben die entsprechende Ordnung.
    Die Leute haben leider die erförderliche Bildung oder Erziehung nicht mehr. Wer schaut ja noch auf den Anderen. In besonderen Viertel, wie im Bahnhofsviertel muss man eben einen „Polizeistaat“ einführen. Es gibt keinen anderen Ausweg, aus meiner Erfahrung. Ich sehe das jeden Tag.
  • josy Zocker meint:
    11.03.2010, 09:40 Uhr
    Dass een fier and police ze kommen hoffentlech geschwenn eng 13iemme oder eng 1iere brauch, fannen ech super.

    Ech hun well oft den kapp geresselt, wou ech leit an police uniformen gesin hun, dei sech puer joer fierdrun am schoulhaff wei daat allerlecht opgefouert hun, an dei treppelen herno ronderem mat enger waff ronderem ... =/= een gefill vun secherheet ..

    Ech well net jidereen an een Deppen geheien, an soen et wär jidereen sou deen mat enger 11iemme answ bei police kennt, mais et gin der awer ganz vill.

    Fannen d'onfrendlechkeet ass och een groussen problem, ech mengen verschidden leit, mengen sie missten d "mami" roll iwerhuelen an do bessi ronderem blären oder een vernennen, muss alles net sin.
  • Edy Kieffer meint:
    11.03.2010, 07:02 Uhr
    Ech mengen wann een Kriminellen sech eng Waff wëll beschâfen, dann brauch hien keen Waffengesetz dofir.
    Wann een mat enger Waff an maskéiert sech mat der Police unleet muss een domat rechnen dass och vun der Police geschoss gët, an dobai kann een och déidlech getraff gin.
    Mais firwat muss d'Wort héi schon erem eng Foto vun engem Motorradschauffeur bei den Artikel setzen?? Motorradfuerer mussen beim Wort wirklech fir alles den Bockel duer halen.
  • M. Enders meint:
    10.03.2010, 21:31 Uhr
    Ech geing et gudd fannen wann emol rem mei Police-Bureau'en doremmer opdauchen geingen. An vrun allem dass eis Polizisten nierwt anstännejem Material och emol besser legislativ Meijlechkeeten gebuerden kreien hieren Beruff ANSTÄNNECH auszeüben.

    Et kann jo net sin dass weint iwerdriwener Hysterie aus Angscht virun engem "Polizeistaat" der Justice emmer mei d'Hänn gebonnen gin!