(mas) - Im Geschäftsjahr 2008/09 mussten Luxemburgs Winzer Absatzeinbußen über 9,7 Prozent verkraften. Doch damit nicht genug: Die grundlegenden Meinungsverschiedenheit zwischen Privatwinzern und Vinsmoselle tragen nicht zu einem einheitlichen Auftreten bei.
Am Dienstag bot sich der „Organisation professionnelle des vignerons indépendants“ (OPVI) die Gelegenheit, ihre Sicht der Dinge vor dem parlamentarischen Agrarausschuss vorzutragen. Dort bekräftigten die Privatwinzer ihre Forderung nach einem „Comité interprofessionnel“ anstelle des Fonds viticole; dieses neue Gremium soll ausschließlich mit Winzern besetzt sein. Im Fonds viticol praktiziert die OPVI zurzeit die Politik des leeren Stuhls.
Wenig zufrieden zeigen sich die Privatwinzer auch mit der Marketing-Kommission, die über ein Budget von einer Million Euro verfügt. Es werde zu viel in Gehälter und Agenturen investiert und zu wenig die Interessen der Privatwinzer berücksichtigt. Heute werden Vertreter von OPVI, Vinsmoselle und Weinhandel im Landwirtschaftsministerium zusammenkommen; in einem Monat ist dann eine gemeinsame Sitzung in der Agrarkommission eingeplant.