Von Nadja Rafalski
Wer nach Belval oder an Belval vorbei möchte, braucht in den kommenden Monaten nach wie vor Geduld. Rund um eine von Luxemburgs größten Baustellen bleibt es verkehrstechnisch kritisch. Bereits heute sind Wartezeiten von mindestens einer halben Stunde die Regel, wenn man in Hauptverkehrszeiten das Nadelöhr Verteilerkreis „Raemerich“ Richtung Belval bzw. Beles und umgekehrt durchfahren möchte. Ab 20. März wird sich die Situation dahingehend verschärfen, dass auch der CR 168 für etwa einen Monat für den Verkehr gesperrt wird.
Die Verkehrssituation auf und rund um Belval ist seit vielen Wochen angespannt. So angespannt, dass sie unter anderem auch am vergangenen Freitag im Gemeinderat von Esch/Alzette zur Sprache kam. CSV-Rat André Zwally hatte den Schöffenrat darauf aufmerksam gemacht, dass die Verkehrssituation auf und rund um Belval derzeit eine Menge Probleme bereiten würde. Nahezu eine Stunde müssten allein Arbeitnehmer der auf Belval ansässigen Unternehmen rechnen, um in Stoßzeiten das Gelände zu verlassen. Bei Konzerten in der Rockhal bzw. bei sonstigen Großveranstaltungen auf dem ehemaligen Industriegelände sei die Situation besonders angespannt, hieß es.
Ursache für die schwierige Verkehrssituation, die vor allem die vielen Berufspendler betrifft, sind die zeitgleich bestehenden Baustellen rund um Belval.
Nicht nur die Infrastruktur auf Belval selbst, wie die vielzitierte Liaision de Micheville, sind in der unmittelbaren Entstehungsphase, sondern auch die Zuwegung rund um das Gelände bedarf einer neuen Ausrichtung.
Die N31 Richtung Beles ist derzeit auch nur beschränkt befahrbar. Im Rahmen sämtlicher Bau- und Sanierungsmaßnahmen wird diese Straße erneuert. Weitere Baumaßnahmen sind auch für die zweite Zuwegung auf Belval, entlang den Weihern der Arcelor, geplant.
Wie Raymond Bonaria, Verantwortlicher bei der Straßenbauverwaltung gegenüber dem „Luxemburger Wort“ erläuterte, wird auch der CR 168 im Zuge der Sanierungsmaßnahmen ab dem 20. März für den Straßenverkehr gesperrt.
Die Nationalstraße zwischen Esch/Alzette und Beles, die entlang des neuen CFL- Bahnhofs Belval-université führt, soll aller Voraussicht nach für etwa einen Monat gesperrt werden. Sämtlicher Verkehr, auch der öffentliche Personennahverkehr, wird auf die ohnehin schon arg belastete N 31 umgeleitet. Damit würde sich die Lage zusätzlich zuspitzen.
Um die zusätzliche Beeinträchtigung einigermaßen aufzufangen, überlegt man, die derzeit lediglich für Lastwagen und Baufahrzeuge geöffnete Trasse Richtung Schlackenhalde Ehleringen in eingeschränkter Form auch für den Individualverkehr zu öffnen. „Das wäre eine Überlegung, um so die Lage rund um Belval und den Verteilerkreis „Raemerich“ einigermaßen zu entspannen“, betont Raymond Bonaria.