„Dat kanns du dir spueren, Lëtzebuerg!“, begrüßt einen die Internetseite der Liberalen. Können wir uns die DP sparen? Natürlich nicht. Das Land braucht die Liberalen, nur scheinen die das nicht mehr zu wissen. Der verwirrende Spruch ist neuster Schabernack aus der Trickkiste des Xavier Bettel. Das Volk darf sich bei der DP mit seinen Sparideen austoben. „Jeder hat doch das Recht, gehört zu werden!“, sagt Bettel. Ja, ja. Wir kennen auch niemanden, der das Gegenteil behauptet. Die Liberalen wollen nur hören, tun werden sie nichts mit den tollen Sparideen. Ah doch! Bettel will sie höchstpersönlich der Tripartite überreichen. Diesen Auftritt stellen wir uns sehr lustig vor. Die Angst vor Steuererhöhungen treibt die Liberalen noch in den Wahnsinn.
Jean-Claude Juncker rührt die Werbetrommel. Nicht für sich, zumindest nicht direkt, sondern für einen blauäugigen Sarkozy-Hoffnungsträger in der Lorraine. Da behaupte noch einer, alte Wunden würden nicht heilen. Ob das mal gut geht! Die Umfragen sagen den Sarkozysten für die Regionalwahl nämlich den Untergang voraus. Am Ende schiebt man das unserem Premier wieder in die Schuhe. Der sozialistische Chef der Lorraine schreit Zeter und Mordio und will Juncker die Leviten lesen, weil der sich in den Wahlkampf einmischte. Dabei steht unser Jang Asselborn von der LSAP bestimmt bereit. Der hat doch immerhin seinen SPD-Freund Frank-Walter schon mit Bravour im Wahlkampf unterstützt. 23 Prozent!
Nun scheint Xavier Bettel doch das schlechte Gewissen zu plagen. Oder er bekam parteiinterne Rüffel. Auf jeden Fall verschickt er heute die Spar-Ideen der Dornröschen-Partei-DP per E-Mail in alle Welt. Und da ist sie wieder, die Altbausanierung. Die Liberalen wollen sich von der Regierung nicht ins Bockshorn jagen lassen und hüten sich vor allzu konkreten Vorschlägen. Ganz Unrecht haben sie nicht. CSV und LSAP rücken ja auch nicht mit der Sprache heraus.
Jean-Claude Reding zweifelt an der Regierung. Schwarz und Rot wollen bis 2014 wieder einen ausgeglichenen Haushalt vorweisen können. Koste es, was es wolle, und es kostet mindestens so um die 400 Millionen Euro im Jahr. Reding, der OGBL und die Arbeitnehmerkammer, also Reding, meinen aber, das sei zu pessimistisch vorhergesagt. Es könnte alles weniger schlimm kommen. Es könnte allerdings auch noch viel schlimmer kommen, räumt Reding ein. Man weiß es ja nicht so genau. Er nicht, die vielen Wirtschaftsweisen nicht und die Regierung nicht. Vielleicht weiß es die CGFP. Aber wir glauben, die weiß es auch nicht. Zumindest nicht genau. Das Tripartite-Mikado beginnt am 17. März, am Saint-Patrick's-Day. Grün ist die Hoffnung.