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Bahnstrecke Trier-Luxemburg
05.03.2010 15:17 Uhr, aktualisiert 05.03.2010 15:27 Uhr

Zweigleisiger Ausbau endgültig vom Tisch

Enttäuschte Politiker fordern weiter Finanzlösung mit Luxemburg



Foto: Birgit Pfaus-Ravida
Die Zugstrecke Trier-Luxemburg genießt keine Priorität bei der Deutschen Bahn. Zugreisende müssen auf der "Bummelstrecke" viel Geduld mitbringen.

(jw) - Das zwei Kilometer lange Teilstück der Bahnstrecke Trier-Luxemburg zwischen Igel und Wasserbillig wird vorerst nicht wie geplant zweispurig ausgebaut. Wie der “Trierische Volksfreund” am Freitag meldet, wurde das grenzüberschreitende Projekt von der Prioritätenliste des deutschen Verkehrsministeriums gestrichen.

Der deutsche Verkehrsminister Peter Ramsauer hat eine sechsseitige Liste vorgelegt, auf der die Bahnprojekte aufgeführt sind, die vorerst nicht ausgeführt werden. Vorher wurde die Existenz dieser Liste von der Deutschen Bahn bestritten. Nun ist es allerdings amtlich, denn der Bundesrepublik stehen nur 1,2 Milliarden Euro für derartige Projekte zur Verfügung. Notwendig wären mindestens 1,8 Milliarden Euro.

Eine Stunde von Trier bis Luxemburg

Das nur zwei Kilometer lange Teilstück der Bahnstrecke Trier-Luxemburg sollte ursprünglich bis zum Jahr 2012 zweigleisig ausgebaut und mit Lärmschutzmaßnahmen ausgestattet werden. 19 Millionen Euro waren dafür vorgesehen, eine Summe, die dem Bundesverkehrsministerium wohl zu hoch war. Jetzt dürfte das Projekt nicht vor 2020 verwirklicht werden. Im “Trierischen Volksfreund” zeigte sich die Bitburger Grünen-Abgeordnete Ulrike Höfken enttäuscht: “Eine bedeutsame Region für die wirtschaftliche Zusammenarbeit in Europa droht so den Anschluss zu verlieren”, sagte sie.

Sie fordert ihre Landesregierung auf, zusammen mit Luxemburg eine Lösung zur Finanzierung des Ausbaus zu suchen. Das Luxemburger Verkehrsministerium hatte sich ursprünglich für eine finanzielle Beteiligung am Ausbau der Strecke ausgesprochen, wegen fehlender Garantien aus Deutschland kam die Kostenbeteiligung allerdings nicht zustande.

Die Bahnstrecke Trier-Luxemburg wird täglich von vielen Pendlern genutzt. Wegen der maroden Konzer Moselbrücke müssen Züge oftmals minutenlang halten. So braucht der Regionalexpress für die 45 Kilometer lange Strecke eine Stunde.

Ihre Meinung zum Thema

( 3 )
  • maha vishnu meint:
    06.03.2010, 11:20 Uhr
    ganz genau.
    2007 dauernd vill gebraddelt vun zukuenfteger integrativer verkehrsplanung an der regioun mam bloen hirsch...an haut ? an daat, nodeems d'Deutsche Bahn zanterhier d'präisser ongeféier all 6 méint drastesch gehéicht huet , an domat och bei wäitem di deierst präisser a westeuropa huet. wann se lo emmer nach net genuch goss hun, fier sou e klengt stéck streck ze sanéieren...wat hu se da mam ganze geld vun hiere cleint'e gemaach ?
  • D. Tom meint:
    05.03.2010, 20:01 Uhr
    Wien méi oft Daitschland mam Zuch kënnt, dem dierft et opfaalen dat den Intercity bis Waasserbelleg opmannst no Fahrplan fiert. Duerno geet dann d'Bummelfahrt zu Letzebuerg lass. Wien dann nach an der Stad emsteige wëll deen verpasst sous garantie sain Anschluss. An dat lait net um Deelstéck Tréier-Waasserbelleg! Do brauch keen sch ze wonneren wann all normale Mënsch den Auto hëllt. 19 Milliounen as eigetlech net vill Geld fir ville Leit all Dag deier Zait ze spueren, zumols wann ee kuckt wat fir divers Luxusprojeten bei Sport a Kultur ausginn gëtt, egel op hei oder an Daitschland. 19 Milliounen, dat as zimmlech genee dee Montant dee mat engem komplett iwwerflëssegen E-Go-Projet verlacht gouffen... dozou brauch ee wuel naicht ze soen...
  • P. Weber meint:
    05.03.2010, 16:16 Uhr
    Eh ben, dann ass et mat der integreierter verkeierspolitik an der grouss region och net weit hier ... Keen Wonner dass den transport public einfach net weiderkennt wann se net mol 20 millionen euro kennen zesummen finanzeiern. Waat eng Armut eng stonn vir Letzebuerg - Treier !