(hay) - Am Mittwochvormittag wurde die „Gëlle Fra“ mithilfe eines Krans von ihrem Sockel auf der Place de la Constitution abmontiert. Die Skulptur mit dem Lorbeerkranz, die in Kürze eine sechsmonatige Reise nach China antritt, wird nun erstmal einer Schönheitskur unterzogen. Auf dem Programm stehen etwa Restaurierungsarbeiten an der Vergoldung. Überdies soll in einer französischen Kunstgießerei ein exakter Abguss hergestellt werden.
Im Anschluss daran geht es für die goldene Jungfrau zur Weltausstellung nach Shanghai, wo sie dann ab Mitte April den Luxemburger Pavillon schmücken wird - als Symbol des Friedens und der Freiheit.
Dieses Vorhaben war in den vergangenen Wochen bei der Bevölkerung auf geteilte Meinungen gestoßen. So lehnt etwa laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts TNS-Ilres rund die Hälfte der Luxemburger die Reise ab.
Trotzalledem: Robert Goebbels, Koordinator des Luxemburger Auftritts bei der Weltausstellung in Shanghai, hat Ende vergangener Woche die China-Reise des Luxemburger Symbols noch einmal gerechtfertigt und erklärt, dass die Reisekosten für die „Operation Gëlle Fra“ nicht vom Staat getragen würden, sondern über Sponsoring finanziert werden.
Übrigens: Die Instandsetzungskosten übernimmt die BGL BNP Paribas, den Transport trägt die Cargolux und "Le Foyer" versichert das Kunstwerk auf seiner Reise. Die Gesamtkosten der "Operation Gëlle Fra" beziffert Robert Goebbels auf etwa 100.000 Euro.