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Protestaktion
27.02.2010 08:20 Uhr

Greenpeace blockiert Arbeiten an Stromleitung

Umweltorganisation fordert umfangreichere Studie über Auswirkungen auf Biodiversität



Foto: Carlo Gira
„Protégez la biodiversité“ forderten die Greenpeace-Aktivisten.

(c.g.f.) - Am 10. Februar wies das Luxemburger Verfassungsgericht die Einwände der Umweltorganisation Greenpeace gegen die geplante Verlegung einer Stromleitung zwischen dem französischen Houssigny und Esch/Alzette und die damit einhergehenden Abholzmaßnahmen als unzulässig ab.

Nach dem Gerichtsurteil wurde nun am vergangenen Mittwoch mit dem Abholzen für die Trasse zur Verlegung der geplanten Stromleitung begonnen. Diese Arbeiten wurden gestern in Höhe von Differdingen von Greenpeace gestoppt. Umweltaktivisten stellten sich mit Transparenten mit den Aufschriften „Scène du crime“ und Réserve naturelle Natura 2000“ vor den Bagger, der dabei war die Schneise von Gehölz und Gesträuch zu befreien, die für die unterirdische Verlegung der Leitung auf einer Länge von zwölf Kilometern notwendig ist.

Die Arbeiten wurden auf dem Territorium der Gemeinde Differdingen in einer Zone, die als „Zone Habitats DifferdangeEst-Prënzebierg/Anciennes mines et carrières“ klassiert ist, durchgeführt. Das Gebiet wurde 2004 im Rahmen des „Geflechtes Natura 2000“ als „Zone spéciale de conservation“ klassiert. Hierdurch soll nun die von Sotel geplante Hochspannungsleitung von 225 kV führen, damit sich das Unternehmen ans französische Netz anschließen kann.

"Unzureichende Studie"

Greenpeace-Präsident Roger Spautz bedauerte, dass in diesem für die Biodiversität sensiblen Gebiet, eine unzureichende Studie über die nachhaltige Auswirkung dieser Stromleitung gemacht wurde. Nach dem großherzoglichen Reglement vom 6. November 2009 sind Arbeiten in solchen Zonen nur im Bezug auf die Gesundheit der Menschen, der öffentlichen Sicherheit oder zum wesentlichen Naturschutz möglich. Die begonnen Arbeiten würden ausschließlich aus Privatinteressen geführt, was Greenpeace als absoluten Verstoß gegen dieses Reglement wertet.

Verachtend sei weiter, dass die Schneise weitaus breiter als die erlaubten sechs Meter sei. Der Stahlkonzern ArcelorMittal, der die Verlegung der sogenannten „Ligne Moulaine-Sotel“ in Auftrag gegeben hat, reagierte gestern Nachmittag per Pressemitteilung auf die Aktion von Greenpeace. Laut ArcelorMittal, würde die Verlegung der Leitung gemäß nationaler Gesetzgebung und sämtlicher ministerieller Genehmigungen durchgeführt. Auch würden alle Umweltrichtlinien berücksichtigt sowie die Lebensqualität der Anrainer respektiert.

Ihre Meinung zum Thema

( 3 )
  • Nic Scheitler meint:
    28.02.2010, 15:33 Uhr
    Wat fir Interessen vertrëtt Grenpace an wien stecht do dohannert? Warscheinlech déi selwecht déi se finanzéert(ech net.) Ouni Energie keng Industrie,(brauche mer déi iwerhapt?)ouni Industrie keng Arbecht,ouni Arbecht an egal welcher Form keen Akommes,vu wat liewen mer dann?Ech verstin déi Welt an der déi Leit do liewen net.Sie liewen dach mat eis zesummen an dem selwechten Land,oder ? Mir können dach net aus dem ganzen Land en Naturpark machen,wou nemmen egal wat fir Stréiss mat e besschen Grings,e pur Mouken an drei Sorte Fräschen mat Villercher an esou weider, mussen erhalen gin.Wéi een domaden eisen Liewensstandart, ech gin zou,en ass vileicht e besschen iwerdriwen,erhalen soll, dat mussen déi intelligent Leit vun Greenpace mer dann awer erklären? Sie hun anscheinend jo och drei Zorten Steckdousen. Eng giel,eng gring an eng roud. Déi roud ass zougepecht"ATOMSTROM".An well sie keen roude Strom wëllen an d'Land eran lossen,machen se elo Rämmi-Dämmi bei der Verléeung vun der rouder Leitung. Et fänkt un lächerlech ze gin.Niwenbèi bemirkt:Naturschutz bedreiwen an Natur erhalen kascht Geld,dat misst Greenpace dach wëssen.Dofir brauche mer Strom an Arbecht!
  • Philippe Gengler meint:
    27.02.2010, 17:10 Uhr
    Mecht Greenpeace och nach eppes anescht wei Plakater molen??
  • .. querulus meint:
    27.02.2010, 12:12 Uhr
    Daat ass eng typesch Greenpeaceaktioun. En schwarz-gielen Bagger deen en Besch futti mecht an en Koup gefällten Beem (dei net schrecklech aal ausgesinn), do muss een dach eng Aktioun mat Transparenten starten.

    Graat eng Emweltorganisatioun wei Greenpeace wees jo awer och dass daat Gehölz an Gesträuch rem nowiist, een Baam deen gefällt gett ass awer vill mei spektakulär wei der 10 dei wuessen. An daat Hochspannungsleitungen an Masten oft beleiften Platzen sin wou vill Vullen sech nidderlossen misst och bekannt sin. Stroumleitungen mussen net onbedengt Fauna verdreiwen an verjoen, och dei dei am Buedem leien net.

    Fierwaat hun se an hierer Aktioun net mei geint Atomenergie dei jo duerch dei Leitung fleissen soll protesteiert? Kann et sin dass wann d´Gefor net sichtbar ass kann een sech schlecht mat Transparenter firdrunstellen?