wort.lu | Lëtzebuerg | A400M: Luxemburg gegen Ausstieg
 
Militär-Airbus
09.02.2010 17:34 Uhr

A400M: Luxemburg gegen Ausstieg



Foto: EADS
Langwierig und teuer: Der A400M stellt die Geduld der sieben Auftraggeber auf die Probe.

(vb) – Luxemburg will sich nicht von der umstrittenen Anschaffung des Militär-Airbus A400M abhalten lassen. "Auch wenn dies eine zusätzliche finanzielle Belastung in noch zu verhandelnder Höhe bedeutet, hält Luxemburg an seiner Beteiligung fest", heißt es in einer Mitteilung von Armeeminister Halsdorf.

In einer parlamentarischen Anfrage wollte DP-Fraktionschef Xavier Bettel wissen, ob Luxemburg seine Flugzeugbestellung nicht reduzieren wolle. In der Antwort des Armeeministers heißt es lakonisch: "Luxemburg hat nur einen A400M bestellt. Die Reduzierung dieser Zahl ist ein Szenario, das nicht verfolgt wird."

Luxemburg ist eines von sieben Ländern, die den Auftrag an den europäischen Flugzeugkonstrukteur EADS und seine Tochter Airbus über 180 Flugzeuge erteilt haben. Wegen Schwierigkeiten bei der Entwicklung gab es immer wieder Verzögerungen und Budgeterhöhungen. So sollte der erste Probeflug bereits Anfang 2008 stattfinden. In Wirklichkeit gelang dies erst im Dezember 2009.

Groschengrab

Finanziell entwickelt sich der Militärtransporter zum Groschengrab. Zuletzt forderte EADS 4,4 Milliarden Euro mehr für den Auftrag über 180 Maschinen. Die Länder handelten diese Forderung auf zwei Milliarden herunter. Luxemburg bezahlt bis zu 30 Millionen Euro mehr. Ursprünglich lautete die Rechnung für den einen A400M unter Luxemburger Flagge auf 120 Millionen Euro.

Nach Ansicht von Minister Halsdorf braucht das Großherzogtum den Militär-Airbus weiterhin und spricht trotz der gestiegenen Kosten von einem "sehr interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis". Das Flugzeug solle der Armee für Militärtransporte und humanitäre Einsätze dienen.

Einen Ausstieg der sieben Länder aus dem Vertrag ist laut Halsdorf unwahrscheinlich, aber dennoch juristisch möglich. Wenn die Verhandlungen über frisches Geld für EADS scheitern, können die Länder noch bis zum 31. März den Vertrag auflösen.

Ihre Meinung zum Thema

( 7 )
  • lalame ed meint:
    10.02.2010, 17:05 Uhr
    An wann dann ons Arméi an en Manöver muss, kennen se all zesummen matt engem eenzegen Fligger fléien... an déi Zäit wou se ennerwee sinn, passen d'Pompjee'en vun Tréier op ons d'Ländchen op!
    Ass den Här Frieden keen Kolleg vum Här Halsdorf? Oder huet deen net verstannen wat den Här Frieden gesot huet? Wat sinn mir en Buttek, Caramba!
  • M. L. meint:
    10.02.2010, 11:16 Uhr
    Virwaat net een wann mer en breichten einfach mat Besatzung chartern , anstaat den Steierzueler ze beklauen ! wann et onbedingt muss sinn : Et ginn och mei preiswert schon gestest Machinen um marché !
  • .. Noni meint:
    10.02.2010, 10:55 Uhr
    @Steierzueler De
    de Flieger kascht 120.000.000 € plus elo nach 30.000.000 € zousätzlech, also 150.000.000 € bis elo an de Präis kann jo nach steigen well mir hun de Flieger jo nach net!!
    Et mussen e pour Leit de "Führerschein" machen, dat kascht, dann de Benzin, et Kaskoversecherung (bestemmt Vollkasko) et Ersatdéeler asw., also eng deier Spielsach!!
    Mir kennen eis de Mond fusseleg schwätzen oder Fanger stommp schreiwen, mir kennen dat gespills do net stoppen .... schuet em eis Steiergelder dèi esou zum Fenster eraus geschmass gin !!
  • Joe Schommer meint:
    10.02.2010, 10:44 Uhr
    Looooolllll.....:-))
    Ech gesi schon d'Schlagzeilen:
    " Das GESAMTE Luxemburger Fallschirmjäger-Regiment (10 Mann) ist über dem Krisengebiet abgesprungen...."!!!!
  • Paul Heyman meint:
    10.02.2010, 07:06 Uhr
    Wa mer dee Fliiger opgin, wi soll dann je ons "Luxemburger Luftwaffe" oder ons "Farce Aérienne Luxembourgeoise" zestaan kommen?
    Et soll gespuert gin, huet den Här Frieden ons un t'Haerz geluecht!! Wir dat elo keng gudd Gelegenheet fir domadder unzefaenken? Errare humanum est.
  • .. Noni meint:
    10.02.2010, 06:39 Uhr
    DISASTER ...
    Also haben wir NOCH Geld um es zum Fenster raus zuschmeissen, alle müssen sparen nur der Staat nicht.
    Es wiederholt sich alles zu oft, "Wir müssen sparen" ... damit sind die kleinen Arbeiterinnen und Arbeiter gemeint und nicht der Staaat.
    ech hun de Latz mat der Priedegt do dèi emmer dèi selwecht as.
  • Steierzueler De meint:
    09.02.2010, 18:12 Uhr
    Ech froen mech :
    1. Wei sérieux ass EADS ? Duerch Verhandlungen kann een de Preis em 2 Milliarden !!! Euro drecken. Wei eng Margen huen dei fir esou "remisen" ze machen ?

    2. Wann 120 Milliounen (5 Milliarden aal Frangen) emmer nach een gudde Preis sinn fir een Flieger, weivill Milliounen pro Joer sinn dann an der Rei fir den Ennerhalt ? Huen mir iwerhaapt Leit dei dorop fleien kennen (keng Zivilisten) ?