(str) - Kurz aber explosiv verlief am Montag eine Verhandlungsrunde über die Gehälterstruktur im Segment der Briefpost zwischen Post-Direktion und Gewerkschaften. Nachdem gleich zu Beginn mehr gestritten als verhandelt wurde, verließen die Vertreter der Betriebsleitung den Verhandlungstisch. Der Streit soll jetzt auf politischem Niveau geklärt werden, fordern die Gewerkschaften.
“Der Knackpunkt der Verhandlungsrunde am Montag lag bei den Lohnvorstellungen der Betriebsleitung”, erklärt der LCGB-Vertreter Jean-Paul Baudot gegenüber Radio DNR. “Die Post stellt sich Löhne vor, die sehr eng am Mindestlohn angegliedert sind. Das können wir als Gewerkschaften nicht annehmen.”
Die Gegenvorschläge der Personalvertreter würden von der Betriebsleitung einfach ignoriert. “Dies, obwohl wir substanziell Wasser in unseren Wein geschüttet haben”, meint Baudot. Auch von einem sektoriellen Kollektivvertrag habe die Post nichts wissen wollen.
"Das Dossier ist viel zu wichtig, als dass wir uns jetzt Spielereien erlauben können, oder dass einer der Verhandlungspartner einfach so den Tisch verlässt”, ärgert sich Baudot. Bei der Post handele es sich schließlich um einen der größten Betriebe aus dem Land. Von den Verhandlungen seien immerhin 3500 Personen betroffen.
“Wenn es nicht möglich ist mit der Direktion zu reden, dann muss die Angelegenheit auf politischem Niveau geklärt werden”, betont der LCGB-Regionalsekretär. “Und wenn die Post weiter bei ihrer Haltung bleibt, sehe ich keine Chance für eine Einigung.”
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