(vb) – Die Staatsbeamtengewerkschaft CGFP warnt vor Einsparungen im öffentlichen Dienst. Im Vorfeld der Tripartite hat sich die CGFP-Spitze auf die Fahnen geschrieben, "Sonderopfer" von der Beamtenschaft abzuwenden.
Über das Thema Index und seine mögliche Aussetzung ist die Beamtengewerkschaft bei der Tripartite nicht bereit zu diskutieren. Auch die Gehälterreform im öffentlichen Dienst gehöre nicht dorthin, sagte CGFP-Generalsekretär Romain Wolff am Montag. Ohnehin seien Lohnkürzungen für die CGFP "kein Thema".
Während die Staatsfinanzen sich nach Ansicht der CGFP "nicht dramatisch" verschlechtert hätten, sieht die Gewerkschaft die Lage auf dem Arbeitsmarkt als weitaus bedrohlicher an. Romain Wolff signalisierte Kompromissbereitschaft, die Solidaritätssteuer zu erhöhen. "Diese Maßnahme wäre gerechtfertigt, um den Fonds pour l'emploi zu speisen", sagte er.
Zudem will sich die CGFP stark machen gegen die Auslagerung von Teilen des öffentlichen Dienstes in Privatunternehmen, wie die Gewerkschaft es bei der Post befürchtet. So könnten ihrer Einschätzung nach verbeamtete Briefträger nach und nach durch Zeitarbeiter oder andere Privatangestellte ersetzt werden. Dies sei ein Angriff auf das öffentliche Statut. Auch bei den städtischen Gas- und Elektrizitätswerken will die Gewerkschaft der Auslagerung von Personal einen Riegel vorschieben.