(jot) - Vor dem Europäischen Informationszentrum in Schengen steht seit diesem Montag ein Stück der Berliner Mauer. Es stammt aus dem Sony-Zentrum in Berlin und wurde der Gemeinde Schengen geschenkt. Das Betonstück, das drei Meter hoch und 1,20 Meter breit ist, wurde mit einem Lastwagen in den Moselort gebracht.
In Schengen angekommen wurde der 2,8 Tonnen schwere Betonklotz mit einem Kran vor das Informationszentrum gestellt. Die Seite des Betonklotzes, die zwischen 1961 und 1989 Westberlin zugewandt war, ist in ihrem ursprünglichen Zustand aus der Mauerzeit erhalten geblieben.
Die andere Seite des Betonsklotzes ist auf das Informationszentrum gerichtet. An ihr wurden Graffiti nach dem Mauerfall angebracht.
Das Berliner Mauerstück wird demnächst Teil einer Ausstellung zum Thema Grenzen im Europäischen Informationszentrum sein. In diesem Jahr wird das 25-jährige Bestehen des „Schengener Abkommens“ im Moselort gefeiert. Am 14. Juni 1985 wurde der Vertrag an Bord der „MS Princesse Marie-Astrid“ von Deutschland, Frankreich und den Benelux-Ländern unterzeichnet, um die Weichen für den freien Personen- und Güterverkehr in Europa zu stellen.