(FeMo) – Remich, Donnerstag kurz nach 18 Uhr: Die Mosel führt viel Wasser und es ist auch nicht zu übersehen, dass der Fluss in den zurückliegenden 30 Stunden ordentlich zugelegt hat. Allein zwischen Mittwoch 13 Uhr und Donnerstag 13 Uhr ist der Pegel um einen halben Meter gestiegen.
Trotzdem: Einen echten Grund zur Sorge gibt es nicht. Bereits in der Nacht zum Freitag soll die Mosel einen vorläufigen Höchststand erreichen. Davon geht man beim Luxemburger Wasseramt aus. Etwas weniger optimistisch ist der Hochwassermeldedienst Rheinland-Pfalz. Diese Dienststelle erwartet bis Freitagabend ein weiteres Ansteigen des Flusses am Pegel Perl gegenüber von Schengen – die Mosel könnte demnach noch um bis zu 30 Zentimeter wachsen.
Voraussichtlich wird die Mosel in Remich aber nicht über die Ufer treten. Knapp zwei Kilometer weiter ist genau das aber bereits geschehen. In Bech-Kleinmacher ist ein Teil des Ufer-Spazierweges überflutet – das aber kommt öfters vor. Unter dem Strich bleibt das Hochwasser-Risiko an der Mosel weiterhin sehr gering.
Und auch an der Sauer gibt es keinen direkten Grund zur Besorgnis. Seit der Nacht von Dienstag auf Mittwoch stieg der Pegel. Beim Hochwassermeldedienst Rheinland-Pfalz, der den Pegel bei Bollendorf betreibt, geht man davon aus, dass das Wasser bis Freitagmorgen sinken wird. Erwartet werden 200 bis 210 Zentimeter.
Im Laufe des Freitags könnte dann aber wieder eine Menge Wasser dazu kommen, so dass bis Freitagabend bis zu 245 Zentimeter erreicht werden könnten. Zum Vergleich: Beim Hochwasser im Jahr 2001 waren in Bollendorf 501 Zentimeter gemessen worden.