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Aufatmen nach einer Woche Ungewissheit
21.01.2010 08:46 Uhr, aktualisiert 21.01.2010 17:02 Uhr

Kinder aus Haiti unterwegs nach Luxemburg

Familienministerin Jacobs froh über schnelle Evakuierung der Kinder



Foto: Maurice Fick
Familienministerin Marie-Josée Jacobs (Bildmitte) gab am Donnerstagmorgen die Ankunft der 14 Kinder bekannt.

(hay/FeMo) - Die 14 Kinder aus Haiti sind unterwegs nach Luxemburg. Ihr Flieger ist am Donnerstagnachmittag gegen 16 Uhr in Eindhoven in Holland gelandet, wo sie auch von ihren neuen Luxemburger Eltern empfangen wurden.

In der Nacht zum Freitag sollen sie dann gegen Mitternacht Luxemburg erreichen.

Die Familienministerin Jacobs war sehr erfreut darüber, dass es nun doch gelungen war, die Adoptivkinder so schnell auszufliegen. "Wir haben den holländischen Autoritäten viel zu verdanken", sagte Jacobs am Donnerstagmorgen in einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz.

"Das wird alles sehr emotional"

Die Familienministerin hatte überdies noch einen Aufruf an die luxemburgischen Medienvertreter gerichtet, die Privatsphäre der Familien zu respektieren: "Das wird alles sehr emotional. Der Presse wird es daher nicht erlaubt sein, bei der Zusammenführung selbst dabei zu sein." Auch sollen die Fotografen auf Nahaufnahmen der Kinder verzichten.

Möglich gemacht wurde die schnelle Evakuierung der Adoptivkinder durch die Ausreisegenehmigung, die der haitianische Premierminister Jean-Max Bellerive Anfang der Woche unterzeichnet hatte. Eigentlich hätten die Adoptivkinder am Dienstag Haiti verlassen sollen - doch ein belgisches Flugzeug hatte keine Landerlaubnis erhalten.

Organisiert wurde die Evakuierung von zwei großen niederländischen Adoptionsagenturen.

Ihre Meinung zum Thema

( 3 )
  • N I meint:
    21.01.2010, 16:29 Uhr
    Ich finde diesen Artikel etwas unpassend. Sicher haben die Adoptiveltern sich Sorgen gemacht um ihre Adoptivkinder, aber diese Meldung sollte meiner Meinung nach PRIVAT sein und nicht publik gemacht werden. Denn nun wirkt sie wie: Endlich kommt die Lieferung an!
    "Im REICHEN Luxemburg geht es den Kinderlein doch wirklich besser", das wird wohl öfters gesagt ... wie es sich wohl aus dem Munde der Adoptiveltern anhört?
    Kinderwunsch ja, Kinderglück ??? Diese Kinder sind in ihrem jungen Alter, egal ob Erdbeben oder nicht, schon von solch schlimmen Erlebnissen geprägt, dass ihre "neuen Eltern" gar nicht wirklich wissen können, wie mit ihnen umgehen.
  • Häns Junior meint:
    21.01.2010, 15:10 Uhr
    Lieber Jo Heines,
    Ihr Kinderlein kommet,
    Aus dem neoliberalen Gesichtspunkt geht es den Kinderlein im reichen und schönen Luxemburg doch wirklich besser.
    Geld allein macht nicht glücklich, Kinderglück auf beiden Seiten ist doch ne tolle Sache.
  • Johannes Becker-Laros meint:
    21.01.2010, 11:29 Uhr
    Das kommt mir doch merkwürdig vor. Warum muß man die Kinder sofort adoptieren? Einer normalen Adoption geht normalerweise eine Adoptionspflegschaft voraus. Die Kinder soll man aufnehmen und auch für sie das Beste tun. Warum muß man sie sofort adoptieren? Sind die Adoptiveletern geprüft? Oder sind das welche, die hier nie welche bekämen. Der Adoptionsmarkt sieht doch so aus: viele Interessenten - ganz wenig Kinder. Hat hier auch Geld eine Rolle gespielt?