(str) - Luxemburg kann ein Drittel der bestellten Impfstoffe an den Hersteller GlaxoSmithKline zurückgeben und spart damit knapp 700 000 Euro. Das erklärte Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo am Freitagnachmittag gegenüber Radio DNR.
“Wir hatten faire Gespräche mit unserem Zulieferer”, so Di Bartolomeo. “Das hat es uns ermöglicht einen guten Deal auszuhandeln und somit ein Drittel der Unkosten einzusparen”. Konkret muss Luxemburg ein Drittel der bestellten Impfstoffe nicht annehmen und spart damit rund 700 000 Euro. Insgesamt waren Grippeimpfungen im Wert von 2,2 Millionen Euro bestellt worden.
“Als im Frühjahr die Schreckensnachrichten aus Mexiko eingingen, sind wir noch davon ausgegangen, dass wir zwei Impfdosen pro Person benötigen würden,” betont der Gesundheitsminister. “Einen Impfstoff kauft man nicht ein wie in einen Obstladen, wo man mit seinem Einkaufszettel hingeht und nur genau das kauft, was man gerade braucht. Impfstoffe müssen lange Zeit im Voraus bestellt werden.“
Erst im Herbst sei klar geworden, dass eine Dosis pro Impfpatient ausreicht. „Aber stellen Sie sich mal vor die Grippe wäre anders verlaufen und wir hätten nur halb so viel Impfstoffe bestellt“, fährt Mars Di Bartolomeo fort. „Dann hätte die Schweinegrippepandemie wesentlich schlimmere Konsequenzen haben können.
„Die Grippe ist noch nicht besiegt“, gibt der Gesundheitsminister zu bedenken. „Es kann immer noch eine zweite H1N1-Grippewelle kommen. Wir legen deshalb auch weiterhin Reserven an.“ Zudem werde Luxemburg auch sein Versprechen an die Weltgesundheitsorganisation einhalten und nicht benötigte Stoffe an bedürftige Staaten weiterleiten.