(c-mo) - Die Polizei will im Raum „Nordstad“ aktiver gegen Diebstahl, Einbruch, Drogenhandel und Vandalismus vorgehen. Kernstück der zweijährigen Aktion in den sechs Gemeinden mit über 22 000 Einwohnern ist ein Sicherheitsplan. Im Jahr 2008 wurden in den Gemeinden Bettendorf, Colmar-Berg, Diekirch, Erpeldingen, Ettelbrück und Schieren 1 550 kriminelle Akte (+ 5,8 Prozent zum Vorjahr) verübt. Vor dem Hintergrund steigender Unsicherheit in der Bevölkerung wollen die Ordnungshüter ihre Präsenz in den Straßen erhöhen. Menschen, die sich verdächtig verhalten, müssen künftig sofort ihren Ausweis vorzeigen.
Einen hohen Stellenwert messen die Verantwortlichen der Präventivarbeit bei der Bevölkerung bei – etwa durch Informationsversammlungen oder Schutz zur Urlaubszeit. Dabei setzen die Macher vom „Plan local de sécurité“ (PLS) auf eine Kooperation mit den Gemeinden, Schulen, Bürgern und dem Geschäftsverband.
Von der Schulung von „Seniorensicherheitsberatern“ verspricht man sich ein erhöhtes Sicherheitsgefühl bei den älteren Mitbürgern. Um die Jugendkriminalität zu senken, will man in der „Nordstad“ vermehrt „legale“ Graffiti-Workshops organisieren.
Sukzessiv sollen „dunkle Ecken“ aufgespürt und z. B. mit mehr Lichtquellen gesichert werden. Ferner beinhaltet der „PLS Nordstad“ Sicherheitsmaßnahmen für den Straßenverkehr. Die Ziele lauten: Autofahren im alkoholisiertem Zustand sowie Geschwindigkeitsübertretungen durch zunehmend Kontrollen zu unterbinden sowie die Sicherheit der Fußgänger und Radfahrer zu steigern.
Der Service, etwa die Öffnungszeiten, in den Polizeidienststellen in Diekirch und Ettelbrück sollen je nach Bedarf überprüft und angepasst werden, hieß es.