(c-mo) - Der Anteil rauchender Menschen unter 25 Jahren ist im Großherzogtum stark rückläufig. „Nur“ 29 Prozent der 18- bis 24-Jährigen haben sich 2009 als Raucher bezeichnet. Im Vorjahr waren es noch 37 Prozent. Das ergab eine unveröffentlichte TNS-Ilres-Umfrage im Auftrag der Krebsstiftung.
Die Meinungsumfrage bei 4 677 Befragten belegt, dass die Zahl der Konsumenten von Tabakwaren in allen erfassten Alterskategorien zurückgeht. Während im Jahr 2008 exakt ein Viertel der Bevölkerung oft, regelmäßig oder manchmal zum Glimmstängel griff, waren es im vergangenen Jahr nur noch 24 Prozent. „Das mag nach einem geringen
Rückgang klingen“, erklärte Marie-Paule Prost-Heinisch gegenüber dem „Point24“, „doch wir sprechen immerhin von zirka 3 700 Menschen, die 2009 im Vergleich zum Vorjahr in Luxemburg mit dem Rauchen aufgehört oder gar nicht erst angefangen haben“.
Die Direktorin der „Fondation luxembourgeoise contre le cancer“ (FLCC) sieht den „positiven Trend“ als Folge jahrelanger Kampagnen und das Inkrafttreten des Antitabakgesetzes im Jahr 2006. Trotzdem glaubt sich die FLCC-Direktorin erst dann am Ziel, wenn die Regierung das totale Rauchverbot in den Kneipen und Diskotheken durchgesetzt hat: „Es steht im Regierungsprogramm. Also sollen die Minister ihren Worten Taten folgen lassen. Bis Sommer muss das Gesetz vorliegen, um endlich die Passivraucher und die Jugendlichen zu schützen.“ Zur Abschreckung führe kein Weg an einer drastischen Preiserhöhung der Tabakwaren vorbei, untermauert Marie-Paule Prost-Heinisch.
In Luxemburg töten Tabakwaren jährlich bis zu 600 Menschen. Schätzungen zufolge sterben knapp 90 Menschen am Passivrauchen.