Ein Prosit auf das neue Jahr oder zwei oder drei ... der Reigen der Empfänge hat begonnen. LCGB-Präsident Robert Weber zeigt mit dem Finger auf das Patronat: „Die provozieren und suchen den Konflikt!“ Dabei hatte Premier Juncker sich doch sehr bemüht, über die Feiertage die Tripartite-Gemüter zu beruhigen. Wenn die Arbeitgeber clever sind, lassen sie sich auch nicht provozieren und trinken einfach ein Glas Champagner mehr.
Frohes neues Jahr. Die Presse hat sich in der prähistorischen Abteilung des Nationalmuseums versammelt. Die Regierung hat zwar eingeladen, aber die Madame vom Presserat darf sich zuerst an ihre Kollegen richten. Das war noch immer so. Die Journalisten wollen endlich ihren Berufstitel geschützt sehen, damit nicht jeder einfach so drauf losschreibt und sich dabei auch noch Journalist nennen darf. Wo kämen wir denn da hin! Die Pressefreiheit muss schließlich in geordneten Bahnen ausgelebt werden. Und so ein Presseausweis leistet nicht zuletzt bei Museumsbesuchen gute Dienste.
Alles Gute im neuen Jahr. Kammerpräsident Laurent Mosar verkündet, was inzwischen alle wissen: Die Sitzungsberichte der Ausschüsse werden öffentlich. Man kann wohl davon ausgehen, dass nicht mehr allzu viel in diesen Berichten drin stehen wird, immerhin erhielt die Verwaltung neue Anweisungen, wie die Protokolle zu verfassen sind. Im vergangenen Jahr wurden auf Krautmarkt 542 Kommissionssitzungen abgehalten. Der gut informierte Bürger darf sich also auf rund 500 Berichte freuen. Bonne lecture. Dagegen dürfte sich das Chamberbliedchen wie ein echter Krimi lesen.
Beste Wünsche im neuen Jahr. Die Grünen wünschen sich eine Steuerreform. Bei künftigen Steuerreduzierungen müsse immer eine Gegenfinanzierung vorgelegt werden. „Gegenfinanzierung“, so nennt sich das Sparen auf Politikerdeutsch. Es klingt nur kompetenter. In der Hauptstadt haben die Grünen 40 Millionen Euro im Haushalt gespart aber noch nicht gegenfinanziert, sonst müsste Fränz Bausch den Bürgern diese Summe nämlich wieder zurückgeben, die scheinbar erhoben, aber nicht gebraucht wurde. Denn bisher wurden die gesparten Milliönchen noch nicht vermisst. Also, gegenfinanzieren Sie!
Happy new year, muss es bei den Liberalen wohl heißen, weil die laden ja auch gelegentlich zum Meet&Talk ein. Xavier Bettel und Claude Meisch sorgen sich immer noch um die Mittelschicht und sind sicher, dass ihre Wunschklientel bei der Tripartite in die Pfanne gehauen wird. Von der Regierung erwartet die DP konkrete Vorschläge. Von der DP erwartet die Regierung nicht mehr viel. Das ist alles politisch eher Unterschicht.