(vb) – Lehrer aus den 19 Primärschulen in Luxemburg-Stadt haben auf dem Knuedler gegen Kürzungen im Schulbudget demonstriert. "Die Sparmaßnahmen dürfen nicht auf dem Rücken der Kinder durchgeführt werden", sagte Monique Adam, Präsidentin des "Comité de cogestion" der städtischen Primärschullehrer.
Rund 60 Lehrer hatten sich am Montagnachmittag eingefunden, um am Rande einer Gemeinderatssitzung gegen die Kürzungen zu protestieren. Sie hielten Plakate in die Höhe, auf denen "Schoulbudget – D'Schoulen hun e Wuert matzeschwätzen" zu lesen war.
Konkret geht es um die freiwilligen Leistungen der Gemeinde für Klassenfahrten, Lehrmittel und anderes Unterrichtsmaterial. Weil die Stadt Luxemburg sparen möchte, soll das Budget für Schülermaterial von 640 000 auf 610 000 Euro sinken. Für Schulbücher kürzt die Stadt die Zuschüsse von 466 000 auf 389 000 Euro. Verärgert waren die Lehrer darüber, dass die Pauschale für Nikolaus-Geschenke in Höhe von fünf Euro pro Schüler weggefallen waren. Die meisten von ihnen erfuhren davon, als das Material bereits gekauft war.
In einer ersten Reaktion auf die Demonstration gibt der Schöffenrat zu bedenken, dass von einer globalen Kürzung des Schulbudgets nicht die Rede sein könne. So seien zum Beispiel die Gehälter der Primärschullehrer angestiegen, wodurch die Stadt mehr als 3 Millionen Euro zusätzlich bezahlen müsste. Bei den anvisierten Kürzungen handele es sich um freiwillige Leistungen.
Bei den Zuschüssen für Wintersport und Klassenausflügen ins Ausland vertritt der Schöffenrat die Auffassung, dass nur wenige Klassen in den Genuss dieser Leistungen kommen und die Kosten unverhältnismäßig seien. Die Schüler sollten lieber im eigenen Land Klassenfahrten machen. Dies würde nicht nur helfen, das Großherzogtum besser kennen zu lernen, sondern würde auch noch Arbeitsplätze in Schullandheimen und Jugendherbergen sichern.
Beim diesjährigen "Relais pour la vie" haben sich tausende Menschen solidarisch mit Krebspatienten gezeigt.
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