(sjp.) - Anny Eck-Hieff, die Gründerin und langjährige Präsidentin der „Association luxembourgeoise pour la protection des animaux“ (Alpa), ist tot. Sie starb am Montagnachmittag in einem hauptstädtischen Krankenhaus an den Folgen eines Sturzes.
Mit Anny Eck-Hieff, Jahrgang 1930, in Kayl geboren, verlieren die Tiere eine engagierte Fürsprecherin, eine aktive Tierschützerin mit Ecken und Kanten, die in den fast 30 Jahren ihres Ehrenamtes nie davor zurückschreckte, den Finger in offene Wunden zu legen, wenn es um die Belange, die Rechte und den Schutz der Tiere ging.
Wegen ihres Engagements war Anny Eck-Hieff auch eine umstrittene Person. Mehr als einmal standen die Alpa und ihre Präsidentin im Kreuzfeuer der Kritik. So im März 2006, als die Finanzen der Vereinigung ohne Gewinnzweck und der Führungsstil der Vorsitzenden unter Beschuss gerieten. Stein des Anstoßes waren Querfinanzierungen zwischen Alpa und Fisea. An der Spitze der beiden Vereine stand ein und dieselbe Person: Anny Eck-Hieff. Die Fisea-Stiftung unterstützt Wissenschaftler, die eine tierversuchsfreie Forschung betreiben.
Damals vermutete die Alpa-Präsidentin eine Intrige aus dem Lager der Veganer. Es sind Tierschützer, die kein Fleisch essen, dafür aber Jäger und Landwirte an den Pranger stellen möchten. „Ich mache das nicht mit“, betonte die Tierschützerin energisch. Etwa eine Woche später präsentierte Anny Eck-Hieff ihre künftige Stellvertreterin Monique Hermann und zog nach 30 Jahren intensiver Tierschutzarbeit eine positive Bilanz.