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23.11.2009 19:13 Uhr, aktualisiert 24.11.2009 14:13 Uhr

Leichter Rückgang der Drogenkonsumenten

In dieser Legislaturperiode will die Regierung verstärkt gegen leichte Drogen vorgehen



Foto: Anouk Antony
Aus einer Studie geht hervor, dass rund 0,76 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2007 einen problematischen Drogenkonsum aufwiesen.

(jot) - Die Zahl der Drogenkonsumenten in Luxemburg geht seit dem Jahr 2003 leicht zurück. Für Gesundheitsminister Mars di Bartolomeo gibt es aber keinen Grund zum Zurücklehnen. Er betonte, dass die Regierung in dieser Legislaturperiode verstärkt gegen leichte Drogen wie Alkohol, sogenannte Einstiegsdrogen, vorgehen will. Zudem machte er deutlich, dass er kein Verständnis für die Kritik an der Dezentralisierung der Fixerstuben aufbringt.

„Die Behauptung, dass in verschiedenen Regionen des Landes kein Drogenproblem existiert, ist falsch“, erklärte der Gesundheitsminister. Folglich solle neben der Fixerstube in der hauptstädtischen Rue d'Alsace auch noch eine Fixerstube in Esch/Alzette entstehen. Mars di Bartolomeo wies jedenfalls darauf hin, dass die Firma Paul Wurth S.A. bisher keine rechtliche Schritte gegen die Verlegung der Fixerstube gegenüber ihren Firmensitz in die Rue d'Alsace eingeleitet hat.

An welchen Standorten im Norden des Landes eine Fixerstube errichtet werden soll, konnte der Gesundheitsminister noch nicht beantworten. „Es wird zurzeit noch untersucht, welche Angebote im Norden des Landes benötigt werden“, unterstrich er.

Externer Evaluationsbericht stellt im Allgemeinen gute Noten aus

Aus einer Studie des „Centre de Recherche Public de la Santé“ geht hervor, dass rund 0,76 Prozent der Bevölkerung im Jahr 2007 einen problematischen Drogenkonsum aufwiesen. Zum Vergleich: Im Jahr 2003 waren es noch 0,84 Prozent. Der Drogenbeauftragte der luxemburgischen Regierung, Alain Origer, erklärt diesen Rückgang damit, dass die Anstrengungen der Regierung ihre ersten Früchte tragen.

Am Montagnachmittag wurde in diesem Zusammenhang ein externer Evaluationsbericht des nationalen Drogenaktionsplans der vergangenen fünf Jahre vorgestellt. Der Bericht, der vom niederländischen Institut Trimbos durchgeführt wurde, stellt Luxemburg im Allgemeinen gute Noten aus. So wird festgehalten, dass insgesamt 82 Prozent der 56 Projekte, die im Rahmen des Aktionsplans vorgesehen waren, umgesetzt wurden.

Heroingestützte Behandlung soll kommen

Das niederländische Institut spricht aber auch eine Reihe an Empfehlungen aus. So rät es beispielsweise dazu, die heroingestützte Behandlung in Luxemburg einzuführen. „Demnächst wird ein Pilotprojekt starten, bei dem eine beschränkte Anzahl an Drogenabhängigen Heroin verabreicht bekommt“, kündigte der Gesundheitsminister in Bezug auf diese Empfehlung an.

Für die Jahre 2010 bis 2014 soll Mars di Bartolomeo zufolge jedenfalls ein weiterer Aktionsplan ausgearbeitet werden, in dem die Empfehlungen des niederländischen Instituts berücksichtigt werden sollen.

Ihre Meinung zum Thema

( 3 )
  • Leon Wadle meint:
    24.11.2009, 18:04 Uhr
    Da dürfte aber die unbeschränkte Anzahl von Drogenabhängigen, die nicht heroingestützt wird, stinksauer sein. Und die angekündigte verschärfte Vorgehensweise gegen den Konsum leichter Drogen dürfte die Betroffenen sogar auf die Barrikaden treiben. Oder ist da irgend eine niederländische Empfehlung falsch rübergekommen?
  • Brudder Lehman meint:
    24.11.2009, 01:06 Uhr
    Kann een da mol gewuer gi wat déi gutt, a besonnescht wat déi schlecht Notë sinn
  • Jp. S.. meint:
    23.11.2009, 21:45 Uhr
    "Er betonte, dass die Regierung in dieser Legislaturperiode verstärkt gegen leichte Drogen, sogenannte Einstiegsdrogen, vorgehen will."

    Waat genau ass domadder gemengt?
    Sin et Tubak an Alkohol?

    Alkohol ass verantwortlech fir etlech Doudeger all Joer. Sief et Krankheeten, Autosaccidenter oder Gewalt dei op den Alkoholkonsum zreckzefeieren sin. Doniewent ass Alkoholismus nach fir eng ganz aaner Retsch Problemmer verantwortlech.

    Et stiewen all Joer vill ze vill Leit un de Folgen vun engem iwwerdriwwenen Alkoholkonsum, wait mei wei et bei aanern illegalen liichten Drogen de Fall ass, et gett heich Zait datt do eppes gema gett.

    An villen internationalen Statistiken ass Letzebuerg daat Land op der Welt wou am meeschten Alkohol pro Kapp gedronk gett. Raum zur Verbesserung ass mei wei genuch do.

    Alkohol ass dei Eintiegsdroge par Excellence, idwereen deen illegal Droge konsommeiert haat firdrun schons engkeier Erfahrungen mam Alkohol gema. Een Jugentlechen kann sech mat manner wei engem Euro mat genuch Alkohol andecken fir e puer Stonnen mei speit mei Promille am Blutt ze hun wei en verdreit.

    Ech huelen un datt Alkohol domadder gemengt wor, oder ass daat ieren keng liicht Droge?