(jot) - Am Dienstag, den 27. Oktober, beginnen die Impfungen gegen die sogenannte Schweinegrippe. In einer ersten Phase, die sich über die kommende Woche erstreckt, werden jedoch nur bestimmte Personengruppen in den sieben Impfzentren geimpft. In jedem Zentrum werden rund 40 Personen dafür sorgen, dass die Impfungen schnell und effizient über die Bühne gehen.
Neben den Risikogruppen (Personen, die an einer schweren chronischen Erkrankung leiden; Kinder, die dauerhaft mit Aspirin behandelt werden; Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel) und dem Gesundheitspersonal haben lediglich Personen, die Säuglinge unter sechs Monate oder Menschen mit Immunsuppression betreuen, das Recht auf eine Impfung in der kommenden Woche.
„In den Impfzentren werden in der Regel keine Kontrollen gemacht, ob eine Person zu den prioritär zu impfenden Gruppen gehört“, betonte Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo. Man setze vielmehr auf die Vernunft und die Solidarität der Bevölkerung. Ganz ohne administrativen Aufwand geht die Impfung jedoch nicht: Wer sich den Impfstoff Pandemrix eines britischen Labors verabreichen lassen will, muss seinen Personalausweis sowie seine Sozialversicherungskarte dabei haben.
Die Impfzentren stehen in Wiltz, Diekirch, Berburg, Luxemburg/Stadt, Differdingen und Esch/Alzette. Die Internetseite www.grippe.lu informiert darüber, in welchen Gebäuden sie untergebracht sind. Die Impfzentren öffnen am Dienstag, den 27. Oktober ihre Türen. Sie sind bis Freitag, den 30. Oktober täglich von 12 bis 20 Uhr zugänglich. Am Samstag sind sie noch einmal von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Aber aufgepasst: Das Impfzentrum Luxexpo bleibt am Dienstag in einer Woche geschlossen, derweil das Impfzentrum Diekirch am Samstag in einer Woche geschlossen bleibt. In jedem Impfzentrum werden Ärzte und Krankenpfleger beschäftigt sein. Für den Notfall steht sogar ein Krankenwagen bereit.
In Bezug auf die Verabreichung des Impfstoffes gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Alterskategorien. Kinder zwischen sechs Monaten und zehn Jahren bekommen zuerst nur eine halbe Dosis des Impfstoffs verarbreicht. Drei Wochen später erwartet sie eine weitere Spritze mit einer halben Dosis. 18- bis 60-Jährige hingegen bekommen den Impfstoff in einer Dosis verarbreicht. Bei den 11- bis 17-Jährigen und bei den über 60-Jährigen ist zurzeit noch unklar, ob der Impfstoff in zwei halbe Dosen aufgeteilt werden muss.
„Der positive Nutzen einer Impfung überwiegt bei weitem die möglichen Nebenwirkungen, wie beispielsweise leichtes Fieber oder Kopfschmerzen“, unterstrich Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo bei der Vorstellung der nationalen Impfstrategie. Er führte zwei weitere Argumente an, um sich impfen zu lassen. Der Virus der Grippe A (H1N1) sei erstens sehr ansteckend. Bis zum 19. Oktober hätte es 785 Fälle der sogenannten Schweinegrippe in Luxemburg gegeben. Zudem müsse man alles tun, um eine zu starke Beeinträchtigung der Berufswelt durch viele Krankmeldungen zu verhindern.
Die zweite Impfphase für die gesamte Bevölkerung wird Di Bartolomeo zufolge im Laufe des Novembers stattfinden. Der genaue Zeitpunkt wird davon abhängen, wann die nächste Lieferung mit Impfdosen eintrifft.
Zusätzliche Informationen zur Impfung gegen die Schweinegrippe können auf der Internetseite www.grippe.lu oder über die Nummer 8002-8080 eingeholt werden. Das Infotelefon steht ab sofort täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr zur Verfügung. Zudem wird ein Informationsblatt an sämtliche Haushalte verschickt.