Schweinegrippe
19.10.2009 19:44 Uhr, aktualisiert 20.10.2009 14:09 Uhr

Impfungen starten in der nächsten Woche

Sieben Impfzentren stehen bereit



Foto: Anouk Antony
Wer sich den Impfstoff Pandemrix eines britischen Labors verabreichen lassen will, muss seinen Personalausweis sowie seine Sozialversicherungskarte dabei haben.

(jot) - Am Dienstag, den 27. Oktober, beginnen die Impfungen gegen die sogenannte Schweinegrippe. In einer ersten Phase, die sich über die kommende Woche erstreckt, werden jedoch nur bestimmte Personengruppen in den sieben Impfzentren geimpft. In jedem Zentrum werden rund 40 Personen dafür sorgen, dass die Impfungen schnell und effizient über die Bühne gehen.

Neben den Risikogruppen (Personen, die an einer schweren chronischen Erkrankung leiden; Kinder, die dauerhaft mit Aspirin behandelt werden; Schwangere ab dem zweiten Schwangerschaftsdrittel) und dem Gesundheitspersonal haben lediglich Personen, die Säuglinge unter sechs Monate oder Menschen mit Immunsuppression betreuen, das Recht auf eine Impfung in der kommenden Woche.

„In den Impfzentren werden in der Regel keine Kontrollen gemacht, ob eine Person zu den prioritär zu impfenden Gruppen gehört“, betonte Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo. Man setze vielmehr auf die Vernunft und die Solidarität der Bevölkerung. Ganz ohne administrativen Aufwand geht die Impfung jedoch nicht: Wer sich den Impfstoff Pandemrix eines britischen Labors verabreichen lassen will, muss seinen Personalausweis sowie seine Sozialversicherungskarte dabei haben.

Muss Impfdosis aufgeteilt werden oder nicht?

Die Impfzentren stehen in Wiltz, Diekirch, Berburg, Luxemburg/Stadt, Differdingen und Esch/Alzette. Die Internetseite www.grippe.lu informiert darüber, in welchen Gebäuden sie untergebracht sind. Die Impfzentren öffnen am Dienstag, den 27. Oktober ihre Türen. Sie sind bis Freitag, den 30. Oktober täglich von 12 bis 20 Uhr zugänglich. Am Samstag sind sie noch einmal von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Aber aufgepasst: Das Impfzentrum Luxexpo bleibt am Dienstag in einer Woche geschlossen, derweil das Impfzentrum Diekirch am Samstag in einer Woche geschlossen bleibt. In jedem Impfzentrum werden Ärzte und Krankenpfleger beschäftigt sein. Für den Notfall steht sogar ein Krankenwagen bereit.

In Bezug auf die Verabreichung des Impfstoffes gibt es Unterschiede zwischen verschiedenen Alterskategorien. Kinder zwischen sechs Monaten und zehn Jahren bekommen zuerst nur eine halbe Dosis des Impfstoffs verarbreicht. Drei Wochen später erwartet sie eine weitere Spritze mit einer halben Dosis. 18- bis 60-Jährige hingegen bekommen den Impfstoff in einer Dosis verarbreicht. Bei den 11- bis 17-Jährigen und bei den über 60-Jährigen ist zurzeit noch unklar, ob der Impfstoff in zwei halbe Dosen aufgeteilt werden muss.

"Positiver Nutzen überwiegt Nebenwirkungen"

„Der positive Nutzen einer Impfung überwiegt bei weitem die möglichen Nebenwirkungen, wie beispielsweise leichtes Fieber oder Kopfschmerzen“, unterstrich Gesundheitsminister Mars Di Bartolomeo bei der Vorstellung der nationalen Impfstrategie. Er führte zwei weitere Argumente an, um sich impfen zu lassen. Der Virus der Grippe A (H1N1) sei erstens sehr ansteckend. Bis zum 19. Oktober hätte es 785 Fälle der sogenannten Schweinegrippe in Luxemburg gegeben. Zudem müsse man alles tun, um eine zu starke Beeinträchtigung der Berufswelt durch viele Krankmeldungen zu verhindern.

Die zweite Impfphase für die gesamte Bevölkerung wird Di Bartolomeo zufolge im Laufe des Novembers stattfinden. Der genaue Zeitpunkt wird davon abhängen, wann die nächste Lieferung mit Impfdosen eintrifft.

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Weitere Informationen

Zusätzliche Informationen zur Impfung gegen die Schweinegrippe können auf der Internetseite www.grippe.lu oder über die Nummer 8002-8080 eingeholt werden. Das Infotelefon steht ab sofort täglich von 8 Uhr bis 20 Uhr zur Verfügung. Zudem wird ein Informationsblatt an sämtliche Haushalte verschickt.

Ihre Meinung zum Thema

( 6 )
  • Silvio Lux meint:
    20.10.2009, 14:42 Uhr
    Was für die Autoindustrie die Abwrackprämie, das ist für die Pharmaindustrie die Schweinegrippe.
    Die Schweinegrippe ist nicht extrem ansteckend und auch nicht gefährlich. Wie sonst ist es zu erklären, daß inerhalb eine halben Jahres nur 700 Menschen im Land erkrankt sind. An einer Schule erkrankt ein einziges Kind. Kein anderes infiziert sich! Wie ist es da bei normaler Grippe?
    Die Patienten, die in Deutschland "an Schweinegrippe gestorben ist", war 180 kg schwer und Kettenraucherin.

    http://www.radiobremen.de/wissen/schweinegrippe128.html
  • Muller Jos meint:
    20.10.2009, 13:32 Uhr
    An daitschland kreien d'Politiker an dei "wichteg" leit een anert impfmettel ewei d'Bevölkerung. Daat seet schon genuch.
  • .. Alex meint:
    20.10.2009, 11:50 Uhr
    @F.Braun
    Ken huet je oofgestridden, datt den Impfstoff Niewenwierkungen huet.
    Wat soll eis Presse dann w.e.g. maachen? D'Bevölkerung mat Tatsaachen opzeklären oder sech géigensäiteg am Sensatiounwahn mat Horrormeldungen iwertrompen wéi bei eisen Noperen?

    D'Santé set jo ganz kloer datt Niewewirkungen do sin me si set och datt d'Viirdeler do sin. Et ass un iech vir dat géintenen oofzeweien, déi Décisioun kann ken iech huelen.
    Et kritt en och ganz gären vun hinnen oder vum Dokter erklärt wat déi Viir- an Nodeler sin.
    An et ass en zweten Impfstoff bestallt gin fir déijeneg ze impfen déi eben déi Niewewierkungen färten.
    En plus ass jo alles fräiwelleg, ken get forcéiert sech impfen ze loossen.

    Dir hudd also den Choix tëscht Focetria, dem Pandemrix, oder iech net impfen ze loossen.
    Dir kennt iech also och déi "Luxus-impfung" aspretzen loossen wann der wëllt.

    Méi Choix ass net do!

    Wat also get hei ennert den Dësch gekiert?
  • Frédéric Braun meint:
    20.10.2009, 09:49 Uhr
    @ A. Bender: Och wann se am Ausland deen selwechten Fehler gemach hun wei zu Letzebuerg, kënnt et do weinstens op den Dech an et gett heffteg kritiséiert an diskutéiert. Hei zu Letzebuerg ass leider kaum een deen dee ganzen Blödsinn a Fro stellt! Schon guer net eis Press...
    Et géif mech interesséieren ob fir eisen Jean-Claude och eng extra (Luxus-)Impfung virgesin ass, wéi bei der däitscher Regierung. Mee hei am Ländchen gin déi Sachen erfollegräich ënnert den Teppech gekiert!!
  • Manou Pfeiffenschneider meint:
    20.10.2009, 08:50 Uhr
    "Bei den 11- bis 17-Jährigen und bei den über 60-Jährigen ist zurzeit noch unklar, ob der Impfstoff in zwei halbe Dosen aufgeteilt werden muss."...Super, dat kléngt jo immens sérieux a vertrauenswierdeg... An hei kréien da schwanger Fraen, deen Impfstoff wou se an Däitschland soen, dass en NET soll bei schwangere Frae geholl ginn oder gesinn ech dat falsch? Ass also nees alles am Botter...
  • A. Bender meint:
    19.10.2009, 21:12 Uhr
    Meng Impfdosis kennen se engem anneren ranspretzen...
    Aus dem Spiegel Online:

    "Gesundheitsbehörden sind auf Pharmakonzerne hereingefallen"

    Für den Vorsitzenden der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, ist das ein Skandal, der den Menschen kaum zu vermitteln sei. "Wir sind unglücklich über diese Impfkampagne", so Ludwig weiter. Sie werfe zahlreiche Probleme auf, ihr Nutzen sei ungewiss: "Die Gesundheitsbehörden sind auf eine Kampagne der Pharmakonzerne hereingefallen, die mit einer vermeintlichen Bedrohung schlichtweg Geld verdienen wollten."


    http://www.spiegel.de/wissenschaft/mediz…,655764,00.html