(hay) - Am vergangenen Wochenende wurde im ganzen Land den Opfern des Zweiten Weltkrieges gedacht. Vor genau 65 Jahren wurde nämlich das Großherzogtum vom Nazi-Terror befreit.
Der nationale „Commémoratiounsdag“ erinnert an den 10. Oktober 1941, als die Luxemburger sich einer sogenannten Personenstandsaufnahme unterziehen mussten. Darin enthalten waren die drei Fragen: „Jetzige Staatszugehörigkeit“, „Muttersprache“ und „Volkszugehörigkeit“.
In den mitgelieferten Erklärungen wurde darauf hingewiesen, dass jeweils mit einem Bekenntnis zu Deutschland und seiner Sprache zu antworten sei. Die Luxemburger bekannten sich jedoch, entgegen dieser Forderung, mit einer absoluten Mehrheit zur „Heemecht“. Sie antworteten auf die Fragen jeweils mit „Luxemburgisch“.
Als der Gauleiter Gustav Simon, der Stichproben erheben ließ, davon erfuhr, stoppte er sofort die Personenstandsaufnahme. In der Folge nahmen die obligatorischen RAD-Einberufungen und später Zwangsrekrutierungen und Umsiedlungen ihren Lauf.
Um 9.30 Uhr am Sonntagmorgen wurde in Anwesenheit des Großherzogs Henri in der Kathedrale von Erzbischof Mgr. Fernand Franck eine Messe abgehalten.
Im Anschluss daran fanden im Laufe des Sonntags weitere Gedenkzeremonien statt.