Drei Neue in der Regierung
20.07.2009 17:17 Uhr, aktualisiert 20.07.2009 18:39 Uhr

Bürgermeister for Minister



Foto: Guy Jallay
Neue Ministerin: Françoise Hetto-Gaasch.



Foto: Anouk Antony
Neuer Minister: Marco Schank.



Foto: Guy Jallay
Neuer Minister: Romain Schneider


NEU: Françoise Hetto-Gaasch

(FeMo) – Radio-Hörer können sich auch heute noch an ihre Stimme und ihren Namen erinnern. Aus dem Radio-Studio hat sich Françoise Hetto (49) aber schon eine Zeitlang verabschiedet – sie entschied sich für eine politische Laufbahn. Und die führte, wie seit diesem Monat feststeht, steil nach oben. Die bisherige Bürgermeisterin der Gemeinde Junglinster wird in der neuen Regierung die Ressorts Tourismus und Mittelstand leiten und sich obendrein mit Fragen der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern befassen.

Die CSV berücksichtigte damit streng die bei den Wahlen vom 7. Juni erzielten Ergebnisse. Hinter Staatssekretärin Octavie Modert war Françoise Hetto-Gaasch auf den zweiten Platz gekommen – vor Fernand Boden. Dessen Minister-Karriere geht nun nach 30 Jahren zu Ende. In der neuen Regierung wird der Osten damit durch ein Frauen-Duo – Modert und Hetto – vertreten.


NEU: Marco Schank

Etwas weniger überraschend kommt der Einzug von Marco Schank (54) in die Regierung. Der Bürgermeister der Gemeinde Heiderscheid hatte bei den Wahlen 16.451 Stimmen erhalten – das waren gut 1500 weniger als die als erste gewählte Marie-Josée Jacobs; es waren aber immer noch fast 2000 mehr als der auf Platz 3 kommende Ali Kaes. Im Norden positionierte sich der in seiner Freizeit Krimis schreibende Schank als eine Art grünes Gewissen der CSV – Marco Schank stieß vor 15 Jahren aus der Öko-Szene zur christlich-sozialen-Volkspartei. Zuletzt war er auch Generalsekretär der CSV.


NEU: Romain Schneider

Ebenfalls Bürgermeister - in Wiltz - war bislang der dritte Neuling in der neuen Juncker-Asselborn-Regierung: Romain Schneider (47) übernimmt das von der CSV geerbte Landwirtschafts-Ressort und wird auch für den Sport zuständig sein. Bei den Wahlen fuhr er im Norden das mit Abstand beste Ergebnis ein: Er erhielt fast 10.000 Stimmen und ließ Claude Haagen (6525 Stimmen) weit hinter sich. Schneider gehörte dem Parlament bereits an und ist obendrein Generalsekretär (und nicht wie einer ersten Version dieses Artikels berichtet Kassierer) seiner Partei.