Bilanz des Velóh-Systems
26.06.2009 16:54 Uhr

Die Fahrradkultur wächst und gedeiht



Foto: Guy Jallay
Sie gehören mittlerweile zum Stadtbild: Die 50 Verleihstationen des Veloh-Systems.

(vb) – Pünktlich zu Beginn der warmen Jahreszeit ist das Velóh-Netzwerk ausgebaut und auf 50 Stationen erweitert worden. Laut dem hauptstädtischen Verkehrsschöffen François Bausch ist das Leihfahrrad-System ein Riesenerfolg.

"In Luxemburg entwickelt sich gerade eine richtige Fahrrad-Kultur. Vor allem Bewohner der Hauptstadt erkennen, dass das Rad für kurze Entfernungen ein interessantes Verkehrsmittel ist", meinte Bausch am Freitag bei der Einweihung der jüngsten Verleihstation im Stadtteil Belair. Drei Stationen befinden sich auf dem Gebiet der Gemeinde Strassen, 47 in der Hauptstadt. Auch die Gemeinde Hesperingen hat Interesse bekundet.

Nach Aussagen von Bausch steht die Bevölkerung den blauen Leihfahrrädern mit dem praktischen Korb am Lenker zunehmend positiv gegenüber. Während sich in der Anfangszeit Anwohner über neue Stationen beschwert hätten, kämen jetzt immer mehr Anfragen von Leuten, die sich eine in ihrer Nachbarschaft wünschen.

Aktuelle Zahlen belegen den Erfolg des Velóh!-Systems: 3600 Radfahrer haben ein Jahresabonnement zum Preis von 15 Euro abgeschlossen. Rund 500 Mietvorgänge registriert die Zentrale pro Tag. "Bei schönem Wetter wie jetzt können es schon mal 700 bis 800 sein", sagt Bausch.

Fahrrad-Verkehr hat sich verdreifacht

Groß ist das Interesse von Betrieben. So möchte eine Bank zum Beispiel eine Velóh-Station für ihre Mitarbeiter auf eigene Kosten errichten lassen, eine europäische Institution will ihren 1000 Angestellten ein Jobticket für das Leihsystem spendieren. "Anhand der elektronischen Messungen an mehreren Punkten in der Stadt sehen wir, dass insgesamt sehr viel mehr Fahrrad gefahren wird. Man kann von einer Verdreifachung sprechen", freut sich Bausch.

Auch das Radwegenetz wird kontinuierlich ausgebaut. Seit zwei Wochen gibt es einen Radstreifen von Eich über den Rollingergrund bis ins Stadtzentrum. In den nächsten Tagen wird ein zweiter Weg von Belair zum Bahnhof eingeweiht. Als Nächstes folgt die Anbindung des Limpertsbergs. Bis 2010 werden dann auch das Gewerbegebiet Cloche d'or und Gasperich einen Radweg bekommen.

Ihre Meinung zum Thema

( 3 )
  • worker media meint:
    27.06.2009, 17:14 Uhr
    Irgendwo hat doch mal ein Grüner behauptet dass diese nicht auf Straßenkreuzungen kämen und die Sicht nicht versperren würden ... Nun wenn man sich die aktuelle Baustelle bei der Schell Tankstelle in Merl ansieht, dann fragt man sich schon wie man, wenn bis so ein Werbeschild die Sicht versperrt, aus der rue Beatrix de Bourbon auf die andere Seite der route de Longwy kommen soll ...
  • r. kochi meint:
    26.06.2009, 23:45 Uhr
    Ech fueren schon länger mam Vëlo (net Velóh) op d'Aarbecht. An ech kann et nëmmen jidderengem uroden deen an der Stad lieft an schafft.

    Wat allerdéngs nervt ass:

    1. Autofuerer déi mengen si missten op 10cm laanscht een fueren. (Oder déi, déi Tuten well se mengen d'Stroossen wieren nëmmen vir si do)

    2. Sau geféierlech Vëlosweeër ewéi z.B. deen an der avenue de la Liberté ... (ech fueren do an der Tëschenzäit op der Strooss an net méi um 'Vëloswee').

    3. Vëlosfuerer déi sech awer wierklech mol net e bëssen un den 'Code de la route' halen, an ënner anerem och ouni Péng duerch Rout fueren ...
    Dat dréit mat Sécherheet net dozou bei dass Vëlosfuerer sech Respekt bei all den aneren Verkéiersdeelhueler verdéngen.


    Ech géif mer wënschen dass d'Autosfuerer, mais och Vëlosfuerer méi géifen op en mateneen am Stroossenverkéier sensibiliséiert ginn.


    Lëtzebuerg ass villäicht eng Vëlosnatioun (mam Kim, Andy, Frank, etc.), mais leider nach bei wäitem keng Vëlosstad ...
  • Romain Dehm meint:
    26.06.2009, 23:22 Uhr
    Hmmm,sehr sonderbar.Ich scheine blind zu sein.Denn ich sehe fast keine blauen Radler in der Haupstadt,hi und da schlendert mal einer an mir vorbei,wo ich doch jeden Tag an mehreren Stationen vorbeigehe.Am Hauptbahnhof halb fünf abends,bestes Wetter und doch stehen die blauen Drahtesel wartend auf Kundschaft.Das gleiche Szenario Mittags zwischen 12 und 14 Uhr,bei der Gölle Fra.Mir scheint,hir wird vieles schön geredet,etwa um die hohen Kosten dieses grünen Projektes zu rechtfertigen.Die Devise heisst genau hinschauen und schon sieht die Realität anders aus.