(vb) – Wer in diesen Tagen von der Place d'Armes zum Aldringer geht, dürfte sich wundern: Gegenüber dem alten Postgebäude steht ein vier Meter hohes Schiff aus Holzplanken. Das Aktionsbündnis "Votum Klima" will die Passanten vor den Wahlen an die Verantwortung der Politik für den Klimawandel erinnern.
Das "Arche Noah" getaufte Schiff auf Rollen verkörpert die globale Dimension des Klimawandels: Vor allem in südlichen Entwicklungsländern sind die Menschen am härtesten von der Veränderung der Umwelt und dem Anstieg des Meeresspiegels betroffen.
"In den nächsten zwei Wochen wird diese Arche Noah ein fester Punkt für unsere 30 Sozial- und Umweltschutzorganisationen sein", erklärt Paul Polfer vom Mouvement écologique, das im Votum Klima vertreten ist. Die Bürger sind aufgerufen, eine Petition zu unterschreiben, mit der sie die zukünftige Regierung zu mehr Klimaschutz anspornen. So soll das Land zum Beispiel seinen Ausstoß an Treibhausgasen bis 2020 um 30 Prozent reduzieren oder die Schaffung von "grünen", also klimaneutralen, Arbeitsplätzen vorangetrieben werden. Bis zum Wahlsonntag ist von 10 Uhr bis 18 Uhr ständig ein Mitglied der beteiligten Organisationen an dem Schiff vertreten und berät die Bürger, die die Petition unterschreiben wollen.
"Die Leute können außerdem unsere Arche aktiv mitgestalten", erklärt Paul Polfer. Die Holzbretter sind mit einigen bunten Schildern beklebt, von denen jedes eine Erwartung an die Regierung formuliert. Wenn die Arche wieder vom Aldringer abzieht, soll sie voll mit Schildern der Luxemburger sein.
Die Plattform "Votum Klima" hat sich im Oktober zusammengefunden, um einen Forderungskatalog für die Regierung auszuarbeiten. Sie setzt sich für Solidarität innerhalb des Großherzogtums, aber auch für eine bessere Zusammenarbeit mit Entwicklungsländern ein. In dem Bündnis sind so unterschiedliche Organisationen wie Greenpeace, Attac, die Asti, die katholische Kirche in Luxemburg und die Unicef vertreten.