"Votum Klima", ein Zusammenschluss von 30 luxemburgischen Nichtregierungsorganisationen, hat am Montag mit einer Kundgebung vor der Abgeordnetenkammer eine konsequente und kohärente Klimaschutzpolitik von der zukünftigen Regierung gefordert.
"Votum Klima" hat die Stellungnahmen der politischen Parteien analysiert und ist zu dem Schluss gekommen, dass deren "Wahlversprechen" in weiten Teilen nicht ausreichen, um der Dringlichkeit beim Klimaschutz und bei der Unterstützung der Entwicklungsländer gegen die Auswirkungen des Klimawandels gerecht zu werden.
Angesichts der Wirtschafts- und Finanzkrise drohten Klimaschutz und Klimagerechtigkeit weiter hintenangestellt zu werden, hieß es weiter. Für "Votum Klima" sei Klimaschutz jedoch eine Entwicklungschance, die das Land nicht verpassen dürfe. Um den Forderungen an die zukünftige Regierung Nachdruck zu verleihen, hat "Votum Klima" eine Petition für eine klima- und energiepolitische Kehrtwende Luxemburgs gestartet.
Der Initiative "Votum Klima" wurde von Caritas, ASTM, Mouvement Ecologique und Greenpeace aus Anlaß der bevorstehenden Parlamentswahlen ins Leben gerufen. Mittlerweile haben sich weitere 26 Verbände aus den unterschiedlichsten Bereichen der Luxemburger Zivilgesellschaft angeschlossen.
Neben den Umweltschutz- und Entwicklungsorganisationen unterstützen unter anderem die katholische Kirche, die Biolandbauverbände, Organisationen aus dem sozialen und humanitären Bereich, eine Menschenrechtsorganisation sowie der Dachverband der Jugendorganisationen die Forderungen nach einer klimapolitischen Kehrtwende des Landes.
"Votum Klima" sucht ebenfalls den Dialog mit den Gewerkschaften des Landes und konnte in den Unterredungen, die bislang mit einigen Gewerkschaften geführt wurden, in mehreren Bereichen eine weitgehende Übereinstimmungen mit den Forderungen von "Votum Klima" feststellen.