(FeMo) – „Wéi gesäit et aus mat dem neien Schoulgesetz, waat sin är Virschléi zu dem neien Schoulgesetz, an wou wöllt dir nach Verbesserungen abrengen oder emmodeeléiern?“
Das will Josiane Spaus von CSV-Kandidaten Yves Wengler wissen. Ihre Frage stellt Josiane Spaus allerdings nicht bei einer Wahlversammlung der CSV – sie stellt die Frage online auf der Homepage www.politikercheck.lu. Und online wird ihr auch eine Antwort von Yves Wengler geliefert.
Die Seite „politikercheck.lu“ ist keine luxemburgische Erfindung. Sie lehnt sich an ähnliche Projekte im Ausland an. Kooperationspartner sind Seiten wie abgeordnetenwatch.de, kandidatenwatch.de oder meinparlament.at. Zahlreiche ausländische Zeitungen und Zeitschriften haben die Frage-Antwort-Tools in ihre Online-Auftritte übernommen. Bei sueddeutsche.de läuft das Ganze unter dem Begriff „Politik transparent gemacht“, bei Spiegel online unter „abgeordnetenwatch“.
Vom Prinzip her ist politikercheck.lu eine Internetplattform, über die Bürgerinnen und Bürger Politiker online befragen können. Interessant wird das Ganze dadurch, dass möglichst viele Fragen gestellt und – wohl noch wichtiger – möglichst viele Fragen von Politikern beantwortet werden.
Über politikercheck.lu sind denn alle Luxemburger Kandidaten für die Parlaments- und die Europaparlamentswahlen erreichbar. Die ersten Fragen wurden gestellt und die ersten wurden bewantwortet. Zur Sprache kamen bereits Themen wie die Schulpolitik, der Milchpreis, ein Grundeinkommen für alle EU-Bürger und das Verkehrschaos in der Hauptstadt.
Nicht alle Politiker haben allerdings bereits auf die gestellten Fragen geantwortet.